Sonntag, 20. Juli 2008

Abschluss Interview

1. Welche deiner Erwartungen an die Weltreise wurden erfüllt?
Philipp: Alle. Die gesamte Reise war ein Riesenerfolg.
Salome: All meine Erwartungen, mit den Kindern und durch die Kinder die Welt zu entdecken, wurden voll und ganz erfüllt. Es war ein wunderbares Jahr, von dem ich noch lange zehren werde.
Jil: Ich hatte eigentlich keine Erwartungen an diese Reise, aber sie hat mir besser gefallen wie ich mir je hätte denken können.
Eric: Alle. Ich hatte eine sehr schöne Zeit und habe sie sehr genossen.
Caspar: Alle. Ich hatte eine wunderbare Zeit.


2. Welches war für dich das tollste Erlebnis auf der Weltreise?
Philipp: Mit dem Jeep durch Afrika zu fahren und die Natur und die Tierwelt hautnah zu erleben.
Salome: In Laos mit den Elefanten zu reiten und mit ihnen im Fluss zu baden.
Jil: Mit „meinem“ Elefanten in Laos eins zu werden.
Eric: Mit meinem mongolischen „Indianerpferd“ am Lake Hovsgol entlang zu galoppieren.
Caspar: Mit meinem Falben und meinem Schimmel durch die mongolische Steppenlandschaft zu galoppieren.


3. Welches Land hat dir am besten gefallen und weshalb?
Philipp: Mit Abstand Namibia, weil dort die Natur, die Tierwelt und die Menschen im Einklang leben.
Salome: Namibia, weil wir dort eins mit der Natur waren, draussen gekocht, unter freiem Sternenhimmel geschlafen und Tiere in freier Wildbahn beobachten konnten und mir bewusst geworden ist wie wertvoll mir die Natur ist.
Jil: Namibia und Brasilien. Namibia, weil ich dort das erste Mal ganz der Natur ausgeliefert war. Brasilien, weil es für mich die perfekte Mischung aus Menschen, Natur, Stimmung und Wetter war.
Eric: Namibia und Brasilien. Namibia, weil ich mich dort zuhause gefühlt habe und Brasilien wegen der Stimmung.
Caspar: Namibia und Rio als Stadt. Namibia wegen der Natur und dem klaren Sternenhimmel. Rio wegen seiner tollen Strände und fröhlichen Stimmung. Ihr hättet vielleicht gedacht, Japan werde bestimmt mein Lieblingsland, doch ich war etwas enttäuscht, weil der Kontakt zu den Menschen sich wegen meiner fehlenden Japanischkenntnisse schwierig gestaltet hat und ich vielleicht auch zuviel erwartet habe.


4. Welches Essen hat dir am besten geschmeckt?

Philipp: Das am Feuer zubereitete Essen und die grossen Grilladen auf den Farmen von Susana und Gerardo in Argentinien und bei Sarah und Ciro in Uruguay.
Salome: Mein erstes Kobe-Beef in einem kleinen Lokal in Kyoto (werde in Zukunft sehr wählerisch sein in meinem Fleischgeschmack) sowie die wunderbaren, von Philipp zubereiteten Essen am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel in Namibia.
Jil: Abgesehen von den selbstgekochten Gerichten ist die chinesische und die thailändische Küche mein Favorit.
Eric: Salome’s leicht angebrannte Thonspaghettis am Rande der Sossousvleil-Dünen in Namibia.
Caspar: Das „Bife de Lomo“ in einem alten Lagerhaus in Salta (Argentinien) und die Otoro-Sushis (Thunfisch Bauch) auf dem Fischmarkt in Tokyo, Japan.



5. Wie hast du reagiert, als du etwas verloren hast?
Philipp: Ich selbst habe nichts verloren! MIR wurden Sachen verloren, die mir extrem am Herzen lagen, so meine Stabtaschenlampe (Duncan), Kamm, welcher von Salome und Jil in einer „Entlausungsaktion“ im Wasserkocher auf ewig sterilisiert wurde☹.
Salome: Um ehrlich zu sein, ist meine Liste ziemlich lange. So habe ich beispielsweise meinen Tanga in Namibia versehentlich im Feuer gebraten, anstatt getrocknet und meine Lederjacke nach ein paar guten (☺!) Flaschen Wein in Sydney im Restaurant liegenlassen. Am meisten nervt mich, dass meine schöne Sonnenbrille nun vermutlich auf der Osterinsel von einer Rapanui-Frau stolz ausgeführt wird.
Jil: Mich hat eigentlich nur genervt, dass ich mein wunderschönes Brazil-Bikini in Siem Reap im Hotel habe liegenlassen.
Eric: Am traurigsten war ich, als ich mein Glücksbringer-Schildkrötchen in Namibia im Sand habe liegenlassen. Unglaublicherweise habe ich es allerdings nach zwei Tagen wieder gefunden, um mich allerdings in Sydney in den Wellen endgültig von ihm zu trennen (es ist beim Surfen abgefallen).
Caspar: Ich könnte eine lange Liste aufzählen, doch ich belasse es bei zwei Duzend Messern, deren längste Aufenthaltsdauer bei mir rund zwei Wochen waren ☹ ...


6. Was hast du dir alles gekauft?

Philipp: Ein wunderschönes, scharfes japanisches Messer und teure chinesische Medizin.
Salome: Eine ganze Ladung von Textilien ist bereits zuhause. Verschiedene Ketten und Armbänder von „around the globe“.
Jil: Jede Menge Souvenirs, Geschenke und scharfe Jeans aus Peking.
Eric: 22 Paar Socken (auf Anraten der anderen Mitglieder der Bummeltruppe!) und sonstige Kleidung.
Caspar: Knackige Seidenboxershorts (zum Ausziehen gemacht) und viele Hals-, Arm- und Fussketten!


7. Was wirst du von der Reise am meisten vermissen?
Philipp: Tiere, Lagerfeuer, Sonnenschein und Sternenhimmel.
Salome: Das Privileg mit meiner Weltreisefamilie, mit viel Zeit, ungeplant reisen zu können und so auch die Schönheiten am Wegrand mitzunehmen.
Jil: Abende am Lagerfeuer, Sternenhimmel der Mongolei, das schöne Wetter und ganz viele Momente, die ich auf dieser Reise geniessen konnte.
Eric: Strände, Sternenhimmel, schönes Wetter, Reiten, Autofahren, Campen, das viele Reisen, Flussfahrten, Natur.
Caspar: Die Stimmung in der Bummeltruppe und die Reise selbst.

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Abschlüsse Asien und Weltreise

Abschluss (Jil)
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht unsere Reise zu Ende. Die eine Hälfte meines Herzens freut sich auf zuhause, die andere Hälfte sehnt sich nach noch mehr Endeckung. Aber ich denke die lachende darf überwiegen, denn wir haben schon so viel Tolles erlebt!
Meine Top-5 Lieblings Erlebnisse sind glaube ich:
    1. Das Elefanten reiten und baden in Laos.
    2. Desert Homestead in Namibia.
    3. Das galoppieren in der Mongolei.
    4. As Schwimmen mit den Fischen in Tahiti.
    5. Schwierig, aber ich glaube es ist das Shoppen in Bangkok und Peking.
Eine Top-5 Liste von was ich nicht toll fand, habe ich gar nicht.
Asien fand ich war ein sehr würdiger Abschluss für unsere ganze Reise. Kambodscha gefiel mir sehr, dann Vietnam etwas weniger. Den Teil von Laos den wir sahen, fand ich auch sehr schön. Japan war für mich nicht so besonders, dafür fand ich Peking super. Die Mongolei fand ich noch der krönende Abschluss Asiens und unserer Weltreise. Unser aller Wunsch an die Mongolei, denke ich, nochmals etwas wie Namibia zu erleben. Nahe an der Natur und von der Zivilisation abgeschnitten. Ich persönlich finde, die Mongolei ähnelt Namibia nicht sehr, doch wir haben nochmals viele schöne Dinge erlebt.
Es gibt so viele Momente, zusammen mit den Top-5 natürlich, die ich nie Mals mehr vergessen möchte. Einer war bestimmt, als wir mit Duncan auf dieser Erhöhung standen und wussten, dass dort Löwen waren, doch wir sie nicht sehen konnten. Ein anderer war, als ich den ersten Löwen sah. Oder mit Keith bei den Flusspferden. Oder das Abendessen mit den Hyänen. Oder auf dem Inka-Trail am zweiten Tag. Oder der Sky-Jump. Oder den Sternenhimmel in der Mongolei und und und. Alles so Sachen werde ich immer in Erinnerung behalten. Auch noch vieles anderes, aber dies bestimmt.
Ich möchte meiner ganzen Reisefamilie dafür herzlich danken!!! Auch bedanken, möchte ich mich bei euch, weil ihr unseren Blog gelesen habt und immer so geduldig wart, als der Blog nicht immer so schnell geladen wurde.
VIELEN DANK!!!

Herzliche Grüsse Jil

Abschluss (Eric)

Ich konnte es anfangs kaum glauben, dass ich ein Jahr lang meine Freunde nicht sehen würde. Doch als wir in Afrika, Amerika, im Südpazifik, Australien und Asien waren, ging die Zeit wie im Flug vorbei. Wir machten anfangs ein Interview mit uns selbst. Dort schrieben wir unsere Erwartungen an die Reise auf und ich glaube, diese sind mehr als nur erfüllt. Ein, zwei Sachen klappten nicht, im Gegenzug klappte anderes besser und so war ich ein Jahr lang glücklich.
Die schönsten Sachen fand ich Rio, Namibia, Argentinien, Uruguay, Peru, Mongolei und Asien im Allgemeinen. Asien war für mich sehr schön, das Essen schmeckte, die Leute waren höflich (nur einer nicht), doch abgesehen von diesem, hatte ich eine sehr schöne Zeit und in der Mongolei habe ich das Tollste gemacht, nämlich mit meinem „Indie“ dem See entlang galoppieren. Das kann man in der Schweiz leider nicht mehr. Ich kann es Leuten, die gerne reiten, nur empfehlen, in die Mongolei zu kommen. Jetzt sitze ich da und schreibe meinen Text und morgen Abend schlafe ich in meinem Bett zuhause. Die Reise war sehr schön, doch jetzt ist sie zu Ende. Ich habe viel gelernt auf dieser Reise und ich habe viel gesehen. Doch jetzt heisst es zurück in die Schule. Ihr glaubt mir vielleicht nicht, doch ich freue mich schon darauf. Aber am meisten freue ich mich auf meine Freunde und Familie. Doch jetzt muss ich noch die Reise für mich selbst abschliessen. Ich freue mich riesig auf Euch!

Euer Eric


Abschluss (Caspar)
Nun nachdem wir schon in Afrika und Südamerika gewesen sind, war nun auch Asien an der Reihe. Unsere Befürchtungen, das Geld möge nicht ausreichen, waren alle unnötig und ich habe die Reise in vollen Zügen genossen.
Nun möchte ich eine kleine Top-10-Liste anfertigen:
  • Der erste Platz gilt meinen drei Pferden, einem Falben, einem Schimmel und einem Braunen, die mir alle einen wunderschönen Galopp entweder am See oder in der Steppe in der Mongolei geschenkt haben.
    Der zweite Platz geht an das Elefantenreiten in Laos.
  • Der dritte Platz geht an den Inka-Trail in Peru, der mir wunderbare und zahlreiche Ausblicke geschenkt hat.
  • Der vierte Platz darf sich an den Stränden von Rio de Janeiro sonnen und in seinen Monster-Wellen „baden“.
  • Der fünfte Platz geht zum Sky-Jump in Neuseeland. Es war der grösste Sprung meines Lebens.
  • Der sechste Platz ist für meinen ersten Galopp in Argentinien bestimmt.
  • Der siebte Platz geht an das Shoppen in Peking und Bangkok.
  • Der achte Platz gehört Duncan, unserem Führer in Namibia.
  • Der neunte Platz ist für Keith, ebenfalls unserem Führer in Namibia bestimmt.
  • Und schliesslich geht der zehnte Platz an Sam, unsere Führerin von Desert Homestead in Namibia, die uns mit wunderbaren Ausritten beschert hat.
Nach dieser Top-10-Liste traure ich unserer Weltreise ein wenig nach, doch ich will nach vorne blicken und freue mich auf meine Freunde, Familie und Haustiere. Auch will ich denjenigen danken, die uns diese Weltreise überhaupt ermöglicht haben: Philipp und Salome. Vielen, vielen, vielen Dank Philipp und Salome!

Little Buddha

Das Naadam Festival

Das Naadam ist wie ein Olympischer Treffen für die Mongolen. Es ist der Tag mongolischer Geschichte und der Unabhängigkeit von den Sowjets (kommunistisches Russland) und dauert zwei Tage. Die Sportarten sind Ringen, Bogenschiessen und Pferderennen (darunter das prominente Hengstrennen und Rennen mit Pferden im Alter von 2- bis 6-jährig) mit Kindern als Jockeys.

Bogenschiessen
Das Bogenschiessen fand auf einem Schiessplatz neben der Arena statt. Männer mussten auf 70m schiessen, während die Frauen 10m weiter vorne schiessen durften. Das Ziel waren ein paar aufgestellte Dosen, die zweistöckig und breit aufgebaut waren. Daneben standen ein paar Männer, die ab und zu die Pfeile, die verfehlt haben, einsammelten oder ihnen auswichen. Jil hörte ein paar Franzosen vermuten, dass die Bogenschützen die Männer bei den Dosen treffen sollten (☹). Eine Weile später bemerkte jemand von ihnen jedoch, dass die Pfeile stumpf sind und deshalb vermuteten sie darauf, dass man die Männer an der Stirne treffen sollte.... Das wäre sehr schmerzhaft, denn obwohl die Pfeile stumpf waren, ist da noch immer ein ziemlicher Brocken Eisen. Irgendwann machte einer der Franzosen den Vorschlag, dass man vielleicht die Dosen treffen müsste, worauf der Erste bemerkte: „Das ist ja wie beim Bowling!“ Kurz darauf sagte auch der Zweite, dass es sei wie beim Bowling und zum Schluss bemerkte ein Dritter: „Das ist ja ähnlich wie beim Bowling!“ Doch ich fand das Bogenschiessen toll (ich hätte es toller gefunden, wenn ich auch hätte schiessen dürfen ☺).

Das Pferderennen
Das Ziel des Pferderennens befand sich ein wenig ausserhalb von Ulan Batur (mongolische Hauptstadt). Das Hengsterennen haben wir leider verpasst, da es um 5 Uhr morgens stattfand. Doch immerhin konnten wir das Rennen der zwei- bis sechsjährigen Pferden sehen. Als wir in die Nähe des Ziels kamen und den Horizont mit dem Feldstecher absuchten (es gab keine Rennbahn, also fand das Rennen auf offenem Gelände statt), sahen wir schon den ersten Reiter auftauchen oder besser gesagt, das erste Pferd, denn es gab keinen Reiter, da der Junge oder das Mädchen allem Anschein nach runter gefallen war. Keine drei Meter hinter ihm preschte ein Junge im gestreckten Galopp hinter dem Pferd her, doch er musste nicht überholen, da er sowieso Erster sein und das reiterlose Pferd Zweiter werden würde. Hinter ihm folgten ganze Horden Reiter, insgesamt vielleicht drei- bis vierhundert. Auch sahen wir ein Pferd, das vor lauter Erschöpfung zusammenbrach, der kleine Junge, der vorher bereits abgestiegen war, versuchte verzweifelt das Pferd wieder auf die Beine zu bringen. Kurz darauf erschien aus dem Nichts ein Sanitäter-Motorrad, dessen Fahrer heftig auf das Pferd eintrat. „Arschloch“ war mein erster Gedanke, doch je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger ein Arschloch war der Motorradfahrer, da das Pferd sich unbedingt bewegen musste, um nicht zu sterben. Anschliessend erschien ein Sanitäter und verpasste dem Pferd eine Herzmassage, doch jede Hilfe kam leider zu spät! Das Pferd war tot!!!

Das Ringen
Das Ringen selbst fand in der Arena statt: Bei dem Ringen war es vorteilhaft, wenn man mehr als nur beleibt war, da es darum ging, den Gegner auf den Rücken zu schmeissen, wobei die Art und Weise mit der sie kämpften, an einen Kampf zwischen zwei Stieren erinnerte. Insgesamt gab es acht Runden und das Finale. Es war ein spannendes Fest.

Ich fand die Mongolei von der Natur her das schönste und tollste Land der Weltreise.

Euer Caspar

Reiten in der Mongolei

Wenn ich jetzt auf meine Wunschliste blicke, habe ich nur noch zwei unerfüllte Wünsche: mit Delfinen schwimmen und auf Kamelen zu reiten. Das mit den Delfinen klappt auf dieser Reise leider nicht mehr, dafür das Kamelreiten.
In der Süd-Gobi haben wir am Fuss einer 80km langen Düne übernachtet. Es war der absolut genialste Ort, um auf Kamelen zu reiten! Am nächsten Morgen wollen wir einen Ganztages-Ausflug auf Kamelen machen. Alle warnten uns vor der Härte des Kamelrückens, von der Hitze und der trockenen Luft. Man hat uns auch gesagt, dass es noch nie ein Tourist länger als eine Stunde auf dem Kamel aushielt. Doch wir wollten mehr als bloss eine Stunde reiten und falls wir es unterwegs zu anstrengend fänden, könnten wir ja immer noch früher zurückkehren. So ritten wir los, in der Erwartung auf einen mindestens fünfstündigen Kamelritt. Nach einer Stunde mochte unsere eine Führerin bereits nicht mehr und wollte zurück, doch wir wollten weiter und das taten wir auch. Das Reiten hat uns super Spass gemacht, doch wir waren etwas enttäuscht, dass wir nicht einmal auf Sand ritten.
Nach einer langen Diskussion steuerten unsere Führerinnen den steilsten Teil der Düne an. Die Kamele stolperten und keuchten, aber die Führerinnen zerrten sie weiter. Bis wir sagten, es reicht jetzt. Danach ritten wir, wie ich es mir in meinem Wunsch vorgestellt habe, der Düne entlang im Sand. Als wir endlich im Sand waren, war der Ritt absolut fantastisch! Der helle Sand und als Hintergrund einen strahlend blauen, wolkenlosen Himmel und direkt vor mir der Hocker meines gemächlich dahin trottenden Kamels. Ich hätte meinen Wunsch kaum besser erfüllt haben können!
Was für mich, seit Desert Home Stead, auch als unaufgeschriebener Wunsch gilt, ist in der Mongolei durch die Steppe zu galoppieren. Über die Steppe haben wir es leider nicht geschafft, dafür über weite, grüne Weiden. Jedes mal und überall gab es einen Endspurt. Alles trieben ihre kleinen, wendigen, mongolischen Pferdchen so schnell an wie nur möglich. Wenn ich auf dem Pferd sitze, bin ich einfach das Glück in Person. Gedanken verloren einen Abhang hoch zu galoppieren, ist für mich das Paradies.
Jeden einzelnen Tritt muss ich mir einprägen, ob über Gras, am Wasser entlang oder über Steine, so kann ich das in der Schweiz nie mehr erleben.
Alles Liebe Jil

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Die Schamanin

Im Nord-West unserer Reise durch die Mongolei sind wir am Hovsgul-See zu einer Schamanin zu Besuch gegangen. Sie hat uns erzählt, dass sie nicht wie eine normale mongolische Nomadin in einer Jurte, sondern im Zelt lebt. Ihr Zelt bestand aus mehreren langen Pfählen, die gegen einander gelehnt waren. Innen waren rund ums Feuer Renntierfelle ausgelegt, auf denen man es sich gemütlich machen konnte. Hier in der Mongolei leben die Schamanen mit ihren Familien und ihren Renntierherden zusammen.
Als die Schamanin erfuhr, dass wir aus der Schweiz sind, erzählte sie uns, dass sie früher mal eine Schweizerin unterrichtete. Wir fragten sie, ob sie viele Schülerinnen habe. Alle waren recht erstaunt, als sie sagte, dass es rund dreissig seien. Einer ihrer Schülerinnen haben wir am Vorabend zugeschaut, wie sie sich in Trance versetzte. Diese Schülerin hatte sich ein Tuch um den Kopf gebunden, so dass die daran hängenden Stofffetzchen ihr das Gesicht verdeckten. Es wurde ein riesiges Feuer angezündet, das die Geister hervorbringen sollte. Plötzlich begann die Schamanen-Schülerin wie wild ums Feuer herum zu tanzen und auf ihre Trommel zu schlagen. Jetzt hatten die Geister von ihr Besitz genommen und sprachen durch sie hindurch. Uns wurde erklärt, dass alles was sie von sich gab, von den Geistern käme. Man musste sie richtiggehend festhalten, damit sie nicht ins Feuer hineinsprang. Irgendwie lief es mir kalt den Rücken hinunter, als ich sie so ausser sich sah.
Nach ca. einer halben Stunde kam sie wieder zu sich. Ich fragte unseren Guide, ob sie sich jetzt noch erinnern würde, was die Geister ihr sagten, als sie in Trance war. Doch er behauptete, sie wisse nichts mehr.
Diese Prozedur konnte nur abends durchgeführt werden, denn nur dann können die Schamanen die Geister empfangen.
Für mich was das sehr beeindruckend, denn ich hatte wirklich das Gefühl, sie sei in einer anderen Welt.
Herzlichst Jil

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Eine Nacht bei Jargal und Awidsuren

Philipp wollte unbedingt ein Zicklein essen, darum gingen wir zu einer Nomadenfamilie, wo Philipp ein Zicklein von zwei Jahren schlachten liess. Das ging so: Zuerst wurde dem Zicklein mit einem Holzpflock auf den Kopf geschlagen, so dass es ohnmächtig wurde. Dann haben sie ihm durch einen Schnitt, im Bauch die Aorta vom Herz abgetrennt, so dass das Zicklein innerlich verblutete. Und schliesslich haben sie dem Zicklein das Fell abgezogen. Während dessen quoll der Magen des Tieres beim Schnitt hervor, dort schlitzte man die Ziege der Länge nach auf. Dann nahmen sie ihm die Innereien heraus, die wir nachher auf dem Feuer brieten. Das Ganze verschlug mir etwas den Appetit. Wir essen das Fleisch meistens ohne Fett, doch bei den Nomaden ist Fleisch ohne Fett, kein Fleisch.
Die Nomaden in der Mongolei leben immer in Jurten. Eine Jurte ist ein rundes Gestell, das wie eine Kretsche funktioniert. In der Mitte steht ein Ofen, die Wände sind mit Filz bedeckt und lassen keinen Wind und auch keinen Regen hinein. Es gibt auch Jurtenregeln, die lauten: Nicht zwischen den beiden Pfosten hindurch gehen, sich nicht den Kopf an der Tür anschlagen und nicht auf die Türschwelle treten.
Caspar, ich und ein paar andere Nomaden trieben die Ziegen und Schafe durch einen kleinen Gang, um die Jungtiere in ein Gehege zu sperren, damit der Wolf sie nicht fressen kann. Sie hatten auch noch ein paar Yaks, Tiere vom Himalaja, die sie manchmal zu Trockenfleisch verarbeiten. Der Lebensunterhalt der Nomaden besteht darin, Ziegenmilchbrot zu machen, Schafe zu melken, filzen und Kleider anzufertigen. Wir schenkten der Familie einen Beutel, in dem Bonbons drin waren. Doch Nomaden legen das Geschenk beiseite und öffnen es erst, wenn der Schenkende wieder gegangen ist, damit sie nicht das Gesicht verlieren, falls es ihnen nicht gefällt.
Am nächsten Morgen durften wir ihre Dels anprobieren, dies sind traditionelle, lange Gewänder, in denen man schön warm hat. Awidsuren und Jargal liessen sich mit uns darin fotografieren. Als wir gingen, erhielten wir Küsschen, was bei den Nomaden eher selten ist, da dies ein Zeichen für grosse Zufriedenheit und Zuneigung ist. Als wir schliesslich gingen, spritzte Awidsuren ein wenig Stutenmilch in die Luft und auf unsere Häupter, was bedeutet, dass sie uns segnete und eine gute Reise wünschte.
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Euer Eric

Peking

Ich wollte schon lange einmal auf die chinesische Mauer. Als wir dann hinfuhren, konnte ich es kaum erwarten darauf zu stehen. Doch als wir dann da waren, dachte ich an den Inka-Trail, wo es ebenfalls so steil hinaufging. Doch wir schafften es gut. Caspar und ich diskutierten darüber, was passieren würde, wenn die Mongolen die chinesische Mauer angreifen würden. Wir einigten uns darauf, dass die Mongolen keine Chance hätten, weil die Soldaten auf der Mauer allein mit ihren Bogen eine grössere Reichweite haben, als die Mongolen. Es gefiel uns allen sehr und wir genossen es.
Wir fuhren zu der verbotenen Stadt, dort erklärte uns unserer Führer folgendes: Die verbotene Stadt hat ihren Namen von da, dass niemand, der nicht kaiserliches Blut oder Angestellter des kaiserlichen Hofes in die Stadt rein durfte. Die Stadt hat 9'999 Zimmer. Dort wuchs der letzte Kaiser, der bereits mit drei Jahren zum Kaiser gekrönt wurde, wie in einem goldenen Käfig auf. Nur zwei Westlern wurde der Eintritt in die verbotene Stadt gewährt, weil sie die Lehrer des Kaisers und seiner Frau waren.
Mao stürzte den letzten Kaiser und machte China kommunistisch.
Wir fuhren durch Peking. Peking ist eine sehr grosse Stadt, flächenmässig macht sie einen Drittel der Schweiz aus, während sie leutemässig zweieinhalb Mal grösser als die Schweiz ist. In Peking wurde letztes Jahr soviel Baumaterial verwendet wie in Manhatten seit seiner Gründung.
In Peking gibt es eine Strasse mit vielen Ess-Ständen, wo man von Kakerlaken über Schlangen und Seepferdchen zu in Honig getauchten Früchten alles findet. Leider hatte keiner von uns ein bisschen Lust, ein Seepferdchen zu kosten, auch wenn sie uns nett anlachten.
Wir verliessen Peking mit der transsibirischen Eisenbahn Richtung Mongolei. Vor der Abfahrt kauften wir uns noch eine chinesische Suppe, in welche man nur heisses Wasser giessen musste, um eine köstliche Suppe zu erhalten. Wir bewohnten ein Viererabteil, welches Caspar, Salome, Jil und ich uns teilten. Philipp ging ins Abteil nebenan, wo er es mit zwei netten Damen lustig hatte. Wir fuhren durch die endlose Steppen der Wüste Gobi nach Ulan Batur, der Hauptstadt der Mongolei. Dort angekommen, holte uns Tsetsge, unsere Führerin ab. Sie brachte uns in eine B&B, von dort aus gingen wir einen Monat mit einem russischen 4x4 Jeep los in die unendliche Weite der Mongolei.
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Euer Eric

SAMURAI

Das Wort „Samurai“ stammt vom Wort „Saburai“ ab. Das Wort „Saburai“ heisst nämlich „Diener“ oder „Begleiter“, also heisst Samurai „Dienender“. Das Wort „Samurai“
traf zu, wenn er einen Lehnsherrn hatte, hatte er keinen, so wurde er „Rönin“ (Wellenmann) genannt. Die Samurai waren allesamt Buddhisten, auch wenn sie gegen eine der Heiligen Schriften Buddhas verstiessen, die Regel weder Mensch noch Tier zu töten. Sie zeigten deshalb manchmal (selten) nach einem erfolgreichen Kampf Gnade für den Gegner und schenkten ihm Buddha zuliebe das Leben. In Bezug auf die Religion waren sie den christlichen Rittern ähnlich.
Die Ausbildung eines Samurai begann mit drei Jahren, indem sie von da an die Angst überwinden und Schmerz ertragen mussten. Ab acht Jahren übten sie sich in Selbstbeherrschung, Kampf ohne Waffen, Kenjutsu (Schwertkampf) und Bogenschiessen. Um die Ängste komplett abzutöten, mussten die Samurai-Schüler in diesem Alter auf Friedhöfen oder auf Hinrichtungsstätten übernachten. Die Ausbildung bei den Eltern hörte mit fünfzehn Jahren auf, dann kam der Schüler zu einem älteren Samurai in die Lehre. Dieser Samurai-Lehrer durfte nie mehr als einen Schüler haben. Hatte der Schüler seine Ausbildung beendet, so wurde dies gefeiert. Alle Samurai hatten das Recht jeden Bürger nieder zu prügeln, der ihnen nicht genügend Respekt erwies.
Das Samurai-Schwert bekam der Lehrling erst nach Abschluss der Samuraischule. Ein Samurai-Schwert wird beim Schmieden 200 Mal pro ca. 5cm gefaltet und geschliffen, bis es so rasiermesserscharf ist, dass man damit gepanzerte Gliedmassen abtrennen konnte. Ein Samurai hatte stets zwei Schwerter dabei, das Grössere war ca. 1m lang und hiess „Katana“, das andere war das Kurz-Schwert, das „Wakizashi“, das bloss halb so lang war. Dazu trug der Samurai eine Kampf-Lanze und ein Lang-Bogen, eine sehr gefürchtete Waffe, da ein geübter Bogenschütze damit auf 150 Meter ein Ziel von der Grösse eines Hundes treffen konnte und im Allgemeinen bis auf 300 Meter kam.
Die Samurai hatten, von welchem Clan sie nun auch kamen, einen Ehren-Kodex, den sie alle beibehielten.
Zu den Regeln gehörte:
• Wenn ein Samurai oder eine Person die Rangmässig unter dem Samurai steht (mit Ausnahme vom eigenen Schmied) dein Schwert berührte (nun absichtlich oder unabsichtlich) musstest du ihn töten oder im Kampf gegen ihn sterben. Dies war der Grund der meisten Einzelkämpfe der Samurai, da das Katana sehr Lang war und nicht auf dem Rücken, sondern an der Hüfte getragen wurde.
• Wenn dir dein Lehnsherr befielt Seppuku zu begehen, tust du es.
• Widersetzt du dich in irgendeiner Form von Befehl einer Ranghöheren Person, ist deine einzige Rettung (was die Ehre anbelangt) „Seppuku“
Seppuku („Seppuku“ ist der eigentliche Name von „Harakiri“, Harakiri beschreibt jedoch nur einen Teil des Rituals und könnte als Beleidigung aufgeschnappt da „Harakiri“ „selbst-mörderische Aktion“ heisst) wurde von Rönin begangen, falls ihr früherer Lehnsherr es ihnen im Testament erlaubte. Auch wurde Seppuku begange, wenn man das Gesicht verloren hatte oder man wurde zu Seppuku verurteilt. Seppuku funktionierte so:
Nachdem man den Oberkörper entblösst hatte, wickelte man eine speziell für dieses Ritual vorbereitete Klinge eines Wakizashi oder eines Tanto (Dolch), darauf stiess man sich die Klinge sechs Zentimeter unterhalb des Nabels in den Bauch. Während des Rituals ist der engste Vertraute oder der beste Freund der Hauptperson, der hervor trat, sobald die Hauptperson ein Zeichen gab (nämlich den Kopf vorbeugte), ein Katana zog und die Hauptperson bis auf einen Lappen Haut enthauptete, um den Schmerz zu verkürzen. De vollständige Enthauptung wurde vermieden, da dies einer Hinrichtung gleichgekommen wäre. Ausserdem befand sich eine dritte Person, der Protokollführer, im Raum. Er schrieb jede Einzelheit auf, denn die Hauptperson durfte das Gesicht nicht verzerren, kein Stöhnen oder Seufzen von sich geben oder gar Schmerz oder Angst zeigen. Auch schrieb er auf, wenn der Vertraute einen Fehler beging, zum Beispiel die Hauptperson ganz enthauptete. Je nach Fehler, wurde er selbst zu Seppuku verurteilt. Am Ende des Rituals wurde entschieden, ob dies als offizieller Seppuku galt. War dies der Fall, so wurde die Familien- und die eigene Ehre wieder hergestellt.
Seppuku wurde auch nach einer Niederlage begangen. 1274 schickte der Mongolenkönig Kublai Khan Botschafter nach Japan, welche die bedingungslose Kapitulation und Unterwerfung forderten. Der Kaiser lehnte ab und schickte die Botschafter zurück. Kurz darauf legte eine Flotte von 900 mongolischen Schiffen von Korea mit Ziel Japan ab. Die Schiffe beherbergten 23'000 Soldaten. Doch als die mongolische Flotte sich Japan näherte, zerstörte ein Taifun, den die Japaner später Kamikaze (göttlicher Wind) nannten, die mongolische Flotte grösstenteils. Sieben Jahre später sandte Kublai Khan erneut Botschafter nach Japan, um nochmals die Kapitulation und Unterwerfung Japans zu fordern. Dieses Mal liess der Kaiser sie hinrichten und enthaupten. Daraufhin legte in Korea eine noch grössere Flotte von 4'500 Schiffen mit 142'000 Soldaten ab. Doch auch diesmal zerstörte ein Taifun namens Kamikaze mehr als die Hälfte der Flotte, der Rest wurde von den Samurai wellenweise niedergemetzelt.
Die Japaner hatten früher so gut wie nie Krieg mit anderen Ländern, sondern Bürgerkriege, denn die Samurai-Clans wollten die wertvollen Gebiete für sich beanspruchen und daher gab es oft Scharmützel. Samurai dienten nämlich nicht nur ihren Lehnsherren, sondern auch ihrem Clan.
Wer von Euch denkt, er könne als Ausländer niemals Samurai werden, der irrt sich. Der erste ausländische Samurai war ein Europäer namens William Adams. Allerdings denke ich, dass die Samurai einen viel strengeren Ehrenkodex und viel mehr Schmerz ertragen mussten, als die christlichen Ritter. Also entscheidet selbst!
Little Samurai

Dienstag, 10. Juni 2008

Wer wird Millionär?

G: Günter Jauch Dr.M: Dr. Müller

G: Herzlich willkommen bei „Wer wird Millionär?“ Erste Frage: Ordnet mir diese Länder der Grösse nach! Ihr habt 10 Sekunden Zeit.
China
USA
Kanada
Russland...
G: Sehen wir mal nach. Und die richtige Reihenfolge ist...:
Russland
Kanada
USA
China
Richtig haben es zwei. Doch schneller war Dr. Müller.
Dr M: Yeah, yeah, danke, danke.
G: Kommen Sie bitte zu mir. So, was für ein Thema hätten Sie denn gerne?
Dr M: Kultur und Geschichte Asiens.
G: Schön. Hier ist Ihre erste Frage. Was ist der Unterschied zwischen einem Tempel und einem Schrein?
a) Der Boden
b) Die Balken
c) Der Eingang
d) Das Dach
a), b), c) oder d)?
Dr M: Ich nehme den 50-50 Joker.
G: Gut dann haben Sie jetzt noch:
a) Der Boden
b) Die Balken
c) Der Eingang
d) Das Dach
Dr M: Dann nehme ich c) – der Eingang.
G: Sind Sie sicher?
Dr M: Ja!
G: Und das ist??? Richtig! Woher wussten Sie das?
Dr M: Ich war mal in Japan und erinnerte mich wieder. Ich war im Kaiserpalast und in den Gärten des Kaisers, beim Goldenen Pavillion. Auf einer Tour durch einen Tempel erzählten sie mir den Unterschied zwischen einem Tempel und einem Schrein, und zwar, dass der Eingang anders sei. Bei einem Schrein besteht der Eingang aus vier Balken, zwei waagerechten und zwei senkrechten. Von dort weiss ich das.
G: Und wie fanden Sie Japan?
Dr M: Sehr schön, und die Sushis sind sehr lecker.

G: OK, zweite Frage. Was ist das Besondere an Japan:
a) Die heissen Quellen?
b) Die Tempel?
c) Die Autobahnen?
d) Die Märkte
Dr M: a) - die heissen Quellen!
G: Das ist richtig! Wie funktioniert das eigentlich so?
Dr M: Da muss man sich zuerst nackt ausziehen, sich gut waschen und dann geht man in ganz heisse Bäder, wo Frauen und Männer getrennt baden.
Dort ist eine gute Stimmung und wenn man in ein etwas besseres Onsen geht, badet man sogar teilweise unter dem freien Sternenhimmel. Da entspannte ich mich so richtig!
G: OK, dritte Frage: Worin unterscheidet sich Japan von der Schweiz am meisten?
a) in den Fortbewegungsmitteln?
b) in den Preisen?
c) in der Sauberkeit?
d) in der Kriminalität?
Dr M: Ist doch ganz klar: b) bei den Preisen.
G: Nein, tut mir leid. Das ist leider nicht der grösste Unterschied. Sie haben dennoch 500€ gewonnen. Vielen Dank und auf Wiedersehen.

G: Wissen Sie es? Sie erfahren die Antwort gleich nach der Werbung.
wer10
wer7
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wer5
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wer6
wer111
G: Hallo und herzlich willkommen zurück bei "Wer wird Millionär"!
Die vorige Frage hiess: Worin unterscheidet sich die Schweiz von Japan am meisten?
a) in den Fortbewegungsmitteln?
b) in den Preisen?
c) in der Sauberkeit?
d) in der Kriminalität?
Dr. Müllers antwort lautete b) in den Preise und das war leider falsch!
Den die richtige Antwort lautet:
d) In der Kriminalität!!!! Und zwar werden in der Schweiz viel mehr Verbrechen begangen als in Japan!!!! Und wussten Sie es??????? ☺☺☺☺☺☺☺☺☺ ☺

Dienstag, 3. Juni 2008

Das junge Japan

Ich möchte euch hier erzählen, wie mir die Japaner erscheinen. Die Leute hier in Japan sind äusserst hilfsbereit. Hier ein paar Beispiele:
• Wenn Philipp ein Foto von uns vieren nimmt, eilt jemand herbei und fotografiert uns zu fünft, ohne dass wir ihn darum gebeten hätten.
• Wenn wir nach einem Ort fragen und die oder der Gefragte den besagten Ort nicht kennt, telefoniert er so lange herum, bis er uns helfen kann.
• Viele Japaner sprechen kein Englisch, daher fällt es uns nicht immer einfach uns zu verständigen. Wenn also an der Rezeption niemand Englisch versteht, bitten sie bei den Gästen um Hilfe.
So gibt es noch viele weitere Beispiele.
Wie es bei uns in Europa als schön gilt braun zu sein, legen die Japanerinnen viel Wert darauf, weiss zu bleiben. Deshalb haben sie immer einen Schirm mit sich.
Mir persönlich gefällt der Stil der Japaner weniger. Ihr Schönheitsideal hat ein rundliches Puppengesicht. Auch die Geishas haben ein eher rundes Gesicht und sind weiss bemalt.
Die hippen Männer in Japan tragen ihre Haare in alle Himmelsrichtungen abstehend. Die etwas älteren Leute bezeichnen diese als „New Animals.“

Beinahe alle Japanerinnen sind sehr, sehr leicht bekleidet.
Ein Bild, dass man häufig sieht: In den Fransen stecken bis zu 10 Haarspangen, das Gesicht ist auffällig geschminkt mit purpurroten Wangen, ein glitzerndes T-Shirt, ein Röckchen, das knapp bis über die Hälfte der Arschbacken reicht, darunter Überknie-Socken und schliesslich 15cm hohe High-Heels.
In Japan erregt dies kein grosses Aufsehen, aber wenn in der Schweiz jemand so herum laufen würde, würden die Männer mit offenen Mündern und Stielaugen stehen bleiben und ihr nachstarren.
In Tokyo ist das alles noch viel extremer!!!
Was ich wirklich nicht verstehe, ist warum die Japanerinnen so kindlich wirken wollen? Beispielsweise mögen sie es, wenn ein Kleid viele Blümchen hat oder mit Rüschen verziert ist. Aber das abstrakteste für mich ist, dass alle Japanerinnen mit X-Beinen und mit den Füssen nach innen zeigend gehen. In der Schweiz besuchen manche eine Therapie wegen X-Beinen und hier ist es Mode...!

Jeden Sonntag verkleiden sich Mädchen, die aus Vorortghettos kommen (die sog. Cosplay-zokus) zum ihrem Spass und treffen sich in Harakuju auf einer Brücke. Es ist verrückt, was für Ideen sie haben! Auf den Fotos könnt ihr nur einen Bruchteil davon sehen.
Am Montagmorgen ist der Zauber um und sie stehen wieder gestriegelt bei ihrer Arbeit. Ich finde das seltsam, denn in der Schweiz verkleiden wir uns nach dem 4ten Lebensjahr nicht mehr.
Als wir die Brücke verliessen, spazierten wir zum 109 in Shibuya. Das 109 ist ein Shopping-Center, das sich über sieben Stockwerke ausdehnt. Ein Laden nach dem andern und wenn es nicht Kleider sind, so ist es Schmuck. Alles nur für Frauen. Dort haben wir die japanische Mode nochmals von ganz hautnah gesehen. So ein Shopping-Center ist der Traum jeder Frau!
Ein Hobby, das jeder Japaner mag, ist Karaoke singen! Auch wir haben uns dazu hinreissen lassen und es macht wirklich super Spass. Die Stimmung ist gut, man singt ins Mikrofon und geniesst den Moment!!!
Ich finde, Japan ist der Schweiz sehr ähnlich, doch was die Leute betrifft, ändert sich meine Meinung schlagartig!

Seid lieb umarmt eure Jil

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Das Schönheitsideal der Japanerinnen

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Dies sind die verkleideten Leute:

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Karaoke

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Hiroshima

Nachdem die Amerikaner sich der Niederlage Hitlers sicher waren, konzentrierten sie sich auf Hitlers Verbündeten im Fernen Osten: Japan. Die Japaner hatten es sich auf den Inseln im Osten bis und mit Hawaii bequem gemacht. Mit Mühe und Not hatten die Amerikaner all diese Inseln zurückerobert, was sie allerdings einen Tribut von 70’000 Soldaten gekostet hatte. In Okinawa angekommen, hatten sie drei Exemplare der Atombombe, die sie in einem Wettrüsten mit den Deutschen (Hitler bluffte nur) entwickelt hatten. Als sie die erste Bombe in der Wüste Mexikos getestet haben, stellten sie fest, dass die Atombombe eine Stärke von über 12'000 Tonnen TNT (Sprengstoff) hatte. Der Deckname der Atombombe war, so grausam es auch klingt, „Spielzeug“ (gadget). Ein Spielzeug, das über eine Million Menschen in zwei Schlägen töten wird. Die Bombe, die Hiroshima dem Erdboden gleichmachen sollte, hiess „Little Boy“ (kleiner Junge (welch eine Ironie, wenn man meinen Namen damit vergleicht)). Während die Bombe, die auf Kokura landen sollte, „Fat Man“ (fetter Mann) hiess. Der kleine Junge sollte auf Hiroshima fallen, da dies eine der grössten Städte Japans war und zudem kein Kriegsgefangenenlager hatte. Dazu verhielten sich die Amerikaner meiner Meinung nach heimtückisch und hinterhältig, da Präsident Truman anordnete, an den vorherigen Tagen Erkundungsflugzeuge über das Zielgebiet zu fliegen. Am 6. August 1945 um 8.10 Uhr wurde eine Warnung im Radio gegeben, worauf die Leute in die Schutzkeller gingen. Um 8.15 Uhr wurde eine Entwarnung gegeben (die Leute kamen wieder heraus), denn man hielt es für ein weiteres Erkundungsflugzeug. Doch sollte sich herausstellen, dass dieses keineswegs eines war! Um 8.16 Uhr explodierte der Kleine Junge über Hiroshima. Passanten, die auf der Strasse gingen, wurden ihre Umrisse in die Wand dahinter gebrannt, bevor sie weggeschleudert wurden, die oberste Hautfläche weggeschmolzen, ehe die Leute verbrannten. Insgesamt herrschte eine Million Grad Celsius. Zwischen 90'000 und 200’000 Menschen starben sofort, 60'000 weitere einige Wochen später an der Verstrahlung und Krebsfolgen.

Auf Druck der Potsdamer Erklärung (von den USA, Grossbritannien und China erstellt) war die japanische Regierung bereit zu kapitulieren, doch das japanische Militär stellte vier für Amerika unakzeptierbare Bedingungen:

1. Erhaltung des Tennō-Regimes
2. Keine Besetzung Japans durch amerikanische Truppen
3. Abrüstung japanischer Truppen
4. Prozesse gegen Kriegsverbrecher nur vor japanischen Gerichten.

Da Amerika diese Bedingungen nicht akzeptieren wollte, tat es so, als sei es im Besitz tausender Atombomben und wollte die letzte auf Kokura abwerfen, da diese Stadt Mitsubishi-Rüstungslager hatte. Doch auf dem Flug dahin, war es zu neblig, um etwas erkennen zu können, deshalb flog der Pilot auf das Ausweichziel Nagasaki. Als die japanische Regierung davon erfuhr, verfehlte die zweite Bombe ihre Wirkung nicht. Sie fürchtete, eine dritte Bombe könnte Tokyo zerstören: Sofort und bedingungslos kapitulierte Japan. Gewisse Generäle befahlen ihren Untergebenen, den Selbstmord und töteten sich gemeinsam mit ihnen, da sie die Schande der Niederlage nicht ertrugen.

Heute mahnt als Erinnerung an diese grausame Atombombe ein Park (Peace Memorial Park) in Hiroshima, in dessen Zentrum eine Flamme lodert, das Feuer des Friedens. Diese Flamme wird erst gelöscht, wenn keine Atomwaffen mehr existieren. Hoffentlich erlischt sie bald!

Little Buddha
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Das ist die Flamme des Friedens

Das Manga-Museum

Die Geschichte der Manga
Die ersten Mangas (Name für japanische Comics) waren von Süssigkeitsverkäufern erfunden worden, die den Kindern, die Süssigkeiten gekauft haben, Geschichten erzählt haben und dazu einige Bilder gemalt haben. Um die Spannung zu wahren, haben sie immer dann aufgehört, als es gerade spannend wurde (typisch Manga ☺). Irgendwann entstanden dann Sprechblasen und Bücher. Übrigens ist Walt Disney’s „The Lion King“ einem der ersten Mangas „Jungle Emperor Leo“ nachempfunden.

Die heutigen Mangas
Die heutigen Mangas sind im Gegensatz zu Mickey Mouse und Donald Duck ein Teil von Japan und seiner Kultur. Denn hier in Japan lesen nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene Mangas (seltsam...).
Zu meinem Geburtstag gingen wir ins „International Manga Museum“ in Kyoto. Dort gab es ein ca. 3m hohes und 300m langes Bücherregal gefüllt mit allen Arten von Mangas (inbegriffen Porno-Mangas (Sukebe), die ich leider nicht gefunden habe... ☹). Bloss schade, dass alles auf Japanisch war.
Will man ins Manga-Fieber einsteigen, sollte man entweder nach Japan fliegen und dort in ein Manga-Kaffee Shop (Manga Kissa) gehen, wo man für einen Drink, Zutritt zu einer Bibliothek voller Mangas bekommt (allerdings sollte man zuerst japanisch lernen), oder aber man lässt sich von Freunden beraten (zum Beispiel von mir ☺).
Nach dem Manga Museum gingen wir in ein 100 Yen Sushi Shop, wo alle Sushiteller nur 100 Yen (das ist ca. 1 CHF) kosten. Hier haben wir geschwelgt und 53 Teller Sushis gegessen: Endlich! ☺☺☺☺☺

Euer Little Buddha

Ryokan

Seit wir n Japan angekommen sind, haben wir in verschiedenen Ryokans übernachtet. Ein Ryokan ist ein typisch japanisches Gasthaus. Die Zimmer sind ziemlich klein und mit Tatami-Matten ausgelegt. Die Fenster und Türen (ausschliesslich Schiebetüren) sind mit Washi bespannt. Washi ist handgeschöpftes Papier, das durchscheinend ist. Um zu schlafen, rollt man sich einfach seinen Futon aus und kuschelt sich unter eine warme Decke.
Seit der Edo-Zeit (1603-1868) werden bessere Hotels Ryokan genannt. Der Begriff Ryokan stammt aus dem Chinesischen. 1995 gab es noch viel mehr Ryokans als Hotels, was heute schon wesentlich anders ist.
In Ryokans wir nicht pro Zimmer, sondern pro Kopf verrechnet. Für und ein riesen Nachteil. (Minsuku sind etwas billigere, noch kleinere Familien-Gasthäuser.)
Unser erstes Ryokan war extrem schön gelegen. Ein dunkelgrüner Wald auf der einen Seite einen hellgrünen Park, mit vielen Blumen, einem Bächlein und vielen frohen Menschen.
In den meisten Ryokans wird auch Essen serviert. Zum Beispiel an Caspars Geburtstag haben wir uns von den Kochkünsten der Chefin verwöhnen lassen.
Das Einzige was wir nicht so toll fanden, beziehungsweise uns nicht gewohnt waren, waren die Badezimmerzeiten. Morgens durften wir nur bis 9°°Uhr duschen und auch abends nur zu bestimmten Zeiten.
In jedem Badezimmer, ob es jetzt in einem öffentlichen mit Zeitplan oder nicht, findet man eine grosse Badewanne. Wie diese zu gebrauchen ist, ist strickt vorgegeben. Erst duscht man mit Seife und alles drum und dran, dann spült man sich von Kopf bis Fuss ab und taucht schliesslich taucht man in die schöne und entspannende „Warmwasserwelt“ ein. Wenn man sich als genügend eingelaugt empfindet, kehrt man zurück in sein Zimmer und kann hervorragend und entspannt einschlafen.
Aller liebste Grüsse Jil

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Dienstag, 6. Mai 2008

Das Elefanten Camp (Luang Prabang (Laos))

Inzwischen sind wir in Laos angekommen und haben dort im Busch gleich ein Elefanten Camp besucht. Dort wiederum konnte man Elefanten reiten...

Das Elefanten Camp
„Kwa! Kwa! (Rechts! Rechts!)“, rief ich und stiess dabei mein Bein an die linke Seite des Elefanten. Doch: Zu spät! Mein Elephant „Dousoum“ zerrte genüsslich an den Blättern eines Busches und stopfte sie sich hastig in den Mund. „Ya! Ya! Yaaaah! (Nein! Nein! Neeiiiin!)“ rief ich in letzter Verzweiflung. Aber zu meinem Glück existierte dieser Busch bald nicht mehr und ich brachte den Elefanten wieder unter Kontrolle.
Anschliessend ging es weiter und ich schaukelte hin und her, hin und her, da ich direkt hinter seinen Ohren auf seinen Schulterblättern sass. Dann gingen wir daran, die Ketten zu lösen, welche die Elefanten über Nacht tragen müssen, damit sie nicht in den Dschungel davonliefen. In einem wilden Durcheinander riefen und brüllten wir alle „How“ (Halt) oder „Meplong“ (Absitzen), doch auch das hatte sich erledigt und wir waren irgendwann alle auf dem Boden. Dann kauften wir Bananen, während die Mahouts (Elefanten Guides) die Ketten der Elefanten verstauten. Ich lief zu meinem Elefanten, worauf er den Rüssel ausfuhr und begann Luft einzuziehen wie ein Staubsauger, und da ich ja kein Unmensch bin, zog ich eine Banane aus meiner Tasche und gab sie ihm. Doch schon hatte er sie verschlungen und verlangte nach einer Neuen. Als er seine Mahlzeit beendet hatte, schüttelte er mir mit seinem Rüssel zum Dank die Hand. Schliesslich war es an der Zeit, weiter zu reiten, also legte er sich auf Befehl des Mahouts hin, um mich aufsteigen zu lassen. Aber als ich aufsteigen wollte, schaffte ich es nicht mehr rechtzeitig und der Elefant stand auf – aber ich konnte gerade noch mein Bein darüber schwingen und Weiterreiten.
All diese Ausritte waren unvergesslich, wunderschön und alles andere als langweilig, doch das absolut Tollste und der Höhepunkt für mich war das „Elephant Bathing“, das Baden mit den Elefanten im Fluss. Gemächlich schritt „Dousoum“, mein Elefant, in die Strömung des Flusses. Ich packte sein Ohr und rief „Meplong“ hinein. Bedächtig setzte er sich ins Flussbett und tauchte mit mir ins kalte Nass. Er liess sich gerne von mir seinen Kopf waschen. Ich war im siebten Himmel! Mir schien es, als ob es nicht nur mir, sondern auch ihm einen Riesenspass machte.

Die Kayak Tour
„Links, links, links!“ Und wieder einmal: zu spät! Wir fuhren mit dem Kayak direkt über einen grossen Steinbrocken im Fluss und wären beinahe festgefahren... Doch das war jetzt egal, denn jetzt hiess es, das Kayak wieder gerade in die Strömung zu richten. Auch das meisterten meine Mutter und ich. Inzwischen waren wir nämlich auf dem Weg vom Elefanten Camp zurück nach Luang Prabang auf dem Flussweg. Schweren Herzens hatten wir uns von den Elefanten verabschiedet (Jils und Erics Elefanten hatten sogar geweint), unser Gepäck im Wagen verstaut und sind losgepaddelt. Jedes Mal, wenn wir in Reichweite eines der anderen Kayaks mit Philipp/Jil oder Eric/Guide kamen, gab es ein kleines Wasser-Scharmützel oder eine grosse Wasserschlacht, die allesamt sehr lustig waren. Auch hatten meine Mutter und ich einen grossen Spass, durch die Stromschnellen zu paddeln. Schliesslich erreichten wir unser Ziel, Luang Prapang.
Ich finde, das Elefantenreiten das tollste Erlebnis auf der ganzen WELTREISE war, und ich habe da so meine Zweifel, das irgendetwas ihm diesen Ehrenplatz streitig machen könnte.

Litttle Buddha


Elefanten

Im Elefanten Camp angekommen, machten wir einen Ausritt durch den Fluss ans andere Ufer, wo wir eine halbe Stunde durch den Dschungel ritten zu einem Restaurant. Dort assen wir Lunch und der Führer lehrte uns die Hauptbegriffe, um einen Elefanten zu führen:
Laufen - pai
Stop - how
Links - sia
Rechts - qua
Hinsetzen - meplong
Aufstehen - look
Dann durften wir es ausprobieren und selbst auf den Elefanten reiten. Es war toll, besser gesagt, faszinierend. Aber anfangs musste man das Gleichgewicht behalten, um nicht runter zu fallen.

Dann badeten wir die Elefanten. Ich schrie: „Meplong“! Nichts regte sich, ich versuchte es nochmals: „Meplong“! Dieses mal klappte es und ich hatte ein „U-Boot“. Das nannte ich so, weil man von dem riesigen Tier nur noch den Rüssel sah. Nach einer weile kam der Elefant ruckartig an die Oberfläche. Ich streichelte ihn, da kam der Rüssel zu mir hoch. Das merkte ich mir und das nächste Mal nahm ich ein paar Bananen mit, so dass ich sie ihm verfüttern konnte, während ich ihm auf dem Hals sass. Er streckte den Rüssel nochmals nach oben, aber ich hatte keine Bananen mehr, also gab ich ihm meine Hand, an welcher er schnupperte und dann den Rüssel enttäuscht nach unten fallen liess, so dass es spritzte.
Das Baden war um und wir mussten die Elefanten zurück in den Dschungel bringen.

Am nächsten Tag machten wir eine Kayak-Tour. Wir bekamen drei Kayaks, zwei Personen in einem: Philipp-Jil, Salome-Caspi und der Führer und ich teilten uns jeweils ein Kayak. Dann paddelten wir los. Wir paddelten bis zur Stromschnelle, wo ich aufhörte zu paddeln, weil ich das Kommando dazu erhielt. Ich war nach der Stromschnelle so nass, dass ich dachte, es hätte kein Wasser mehr in meinen Sachen Platz. Doch ich irrte mich, denn als die „Piraten“ Philipp und Jil uns anspritzten, merkte ich, dass doch noch etwas Platz hatte! Ich schrie: „Krieg“! Wir lieferten uns eine schöne Wasserschlacht, doch wir verloren. Als wir das nächste Mal aufeinander stiessen, gab es eine Massenwasserschlacht, an der alle drei Kayaks beteiligt waren. Es machte immensen Spass! Dann durften wir die restlichen fünf Minuten uns treiben lassen, oder selbst runterschwimmen. Als wir unten ankamen, waren wir alle pitschnass. Ich musste an meinen Elefanten denken und daran, wie mir der Abschied schwer gefallen war. Doch man muss sich auch trennen können, um ein neues Abenteuer zu erleben!

Euer Eric





Elefantenreiten

Ich habe mich schon die ganze Zeit riesig aufs Elefantenreiten gefreut und jetzt ist es so weit!!!
Ich habe einen super Elefanten, wenn ich auf ihr sitze ist die Welt perfekt. Den Elefanten spürend, mit den Füssen hinter seinen Ohren, den Händen auf seinem Kopf, schaukle ich dahin. Um mich herum ist alles grün, ich höre die knacksenden Äste unter den Füssen des Elefanten. Es ist schöner, wie ich es mir je erträumt hätte! Im Einklang mit der Natur zu sein erfüllt mich voll und ganz. Ich sehe den Elefanten noch Mals aus einer ganz anderen Perspektive, wie in Afrika. In Afrika sahen wir aus der Distanz, wie sie herum trotteten, oder schwimmen gingen. Hier erleben wir es hautnah auf seinem blossen Rücken mit. „Mein“ Elefant lässt sich langsam im Fluss nieder. Der Führer zeigt mir wie ich sie waschen kann. Es gefällt mir mit diesem treuen Tier im Wasser herum zu plantschen. Oft auch taucht der Elefant ganz ab, so dass ich nicht mehr sehe auf was ich sitze. Irgendwie komisch, früher hatte ich ein Plastikentchen in der Badewanne und jetzt ein Elefant. Sie spielt richtig mit mir, taucht ab und wieder auf. Sie schlägt mit den Ohren um sich, was spritzt und klatscht. Mit wildem Ohren Gewackel steht er wieder auf und trottet an Land. Ich kann es gar nicht glauben, dass ein Elefant so verspielt sein kann. Sie ist wie eine Freundin für mich, sie ist mir richtig ans Herz gewachsen.
Poun Yang (der Name meines Elefanten) ist eine 35 jährige schwangere Elefantendame. Sie ist eher ein kleiner Elefant, der Kleinste in unserer Gruppe. Einen kleinen Elefanten zu haben, hat auch seine Vorteile: z.B. wenn Poun Yang den Fuss hebt, kann ich darauf stehen und mich so hochziehen, was die Andern nicht können.
Ich bin richtig traurig, dass ich nicht ewig bei ihr sein kann.
Poun Yang ich liebe Dich!!!


Kayaking
Salome und ich waren ein super Team. Im Gleichtakt paddelten wir den Fluss hinunter. Alles war so ruhig und besinnlich. Es war nochmals ein richtiges Tropenerlebnis. Überall zirpten Grillen. Am Ufer wuschen sich die „Einheimischen“. Immer wieder machten wir kurze Pausen, um uns umzusehen. Jedes Mal wenn ich der Natur so nahe bin, kommt mir Afrika in den Sinn. Hier in Asien gibt es, wie auch in Afrika, Wasserbüffel, sie sind der Stolz von Familien.
Hinter dem Wald, der den Fluss auf beiden Seiten säumte, ragten hohe Berge hervor. Die meisten von ihnen standen im Nebel, ein wunderschöner Anblick.
Was auch toll war, ich musste mich nicht immer vor den Krokodilen fürchten, denn diese gibt es hier nicht.
Als wir Philipp und Eric überholen wollten, hatten sie ein Problem mit ihrem Ego, so mussten wir uns einer Wasserschlacht ausliefern. Haha, dass hat gespritzt.

Diesen Ort zu verlassen, stimmt mich etwas traurig.

Alles Liebe Jil


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Mekongdelta, Cuchi-Tunnels und Halongbucht (Vietnam)

Das Mekongdelta
Wir unternahmen viele Ausflüge auf dem Mekong und seinen Seitenarmen. Wir besichtigten schwimmende Märkte, Inseln, kleine Dörfchen und viele mehr. Ich erzähle jedoch nur von meinen zwei Lieblings Ereignissen.

Suppenhuhn
Wir hatten einen Halbtagesbootstrip und besichtigten ein Dorf und einen schwimmenden Markt. Irgendwann, wurde es Zeit um Mittag zu essen. So besuchten wir eine einheimische Familie. Diese zeigte uns ihren Obstgarten. Es hatte viele Früchte, die wir nicht kannten. Z.B. Jackfruit oder (auf Deutsch) Stinkfrucht und viele mehr, mit noch komplizierteren Namen. Wir durften alles probieren. Einiges schmeckte und Anderes nicht. Man fragte und, ob wir gerne Hühnersuppe hätten. Wir stimmten zu, da wir schon sehr hungrig waren. Ich hatte ein schlechtes Gefühl im Magen. Ich fragte Salome, ob sie dieses Huhn wohl erst umbringen müssen? Doch ich wurde von Allen, die Schwyzerdütsch verstanden beruhigt.
Plötzlich sah ich wie ein Huhn hinter dem Haus hervor rannte, dicht gefolgt von einem Mann mit Speer. Ich teilte Philipp mit, dass sie das Huhn töten werden und dass ich das nicht esse und er etwas tun solle. Er sagte einem alten Mann wir wollen das Huhn doch nicht. Dieser wurde enorm sauer. Als ich sah, dass das Huhn schon tot war, stellte mir der Appetit total ab. Philipp gab dem Mann bescheid wir nähmen das Huhn doch, da wir ihn nicht kränken wollten.
Wir alle würgten tapfer etwas Poulet herunter.
Mir hat noch selten ein Essen so wenig geschmeckt wie dieses.

Glühwürmchen
Kurz bevor wir nach Ho Chi Mihn fuhren, machten wir eine Nachtbootsfahrt. Uns wurde erzählt, es sei super und es habe viele Glühwürmchen. Unser Führer wusste genau, wo die meisten sind und so fuhren wir dort hin. Ich hatte nur noch eins im Kopf: WOW!!!!! es sah aus wie ein Weihnachtsbaum. Echt irre! Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen. Wir fingen ca. 30 Glühwürmchen und sperrten sie in eine Pet Flasche ein. Die Flasche war wie eine Glühbirne, Wahnsinn!!! Ich war total beeindruckt. Diese Insekten bestaunend, stand ich mit offenem Munde da.
Für mich war das schöner, wie jedes Feuerwerk und glänzender wie jeder Weihnachtsbaum.
Auch auf dem ganzen Nachhauseweg sahen wir noch leuchtende Bäume, darunter auch Palmen.

Funkelnde Grüsse Jil

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Die Cuchi-Tunnels aus dem Vietnam-Krieg

Nach dem Mekong- Delta fuhren wir nach Saigon, auch genannt Ho Chi Min-City. Kurz darauf traf Patricia (Jil und Erics Mutter) ein, und nahm Jil und Eric mit.
Ein paar Tage später kam auch mein Vater an. Zusammen mit Philipp, Salome und Andi besuchte ich einige der vietnamesischen Tunnels.
Als erstes bekamen wir eine Propaganda zu sehen. Man hatte das Gefühl das Ganze sei eine neue Pfad-Finder-Aktion, wo man Fallen stellen und Amerikaner um die Ecke bringen konnte. Doch das Gefühl verschwand sofort wieder, als wir einen Eingang in die Tunnels sahen und sogar hindurch (Philipp blieb stecken) und dann gleich wieder hinaus schlüpften. Anschliessend kamen wir zu einer Reihe von Fallen, die für mich am brutalsten waren folgende:
• Die „Drehfalle“, ein falscher, quadratischer Boden, der an zwei Seiten in der Mitte eine Achse hat, Tritt man darauf, so fällt man auf einen unteren, mit Pfählen besprenkelten Boden.
• Die „Klapp-Stuhl-Falle“, einem kleinen mit Laub bedecktem Loch, unterhalb befindet sich ein gespanntes Ledertuch und sobald genügend Gewicht sich darauf befindet klappt sie sich zusammen wie ein Klapp- Stuhl. Das endgültige Ergebnis eines Mechanismus war ein mit Eisernen Pfeilen gespickter Oberschenkel.
• Bei einer weiteren Falle handelte es sich um die “Fisch-Falle“, einem Quadratmeter grossen, wieder mit Laub bedecktem Loch, in dem ein kleiner Kasten befestigt war. In diesem Kasten befanden sich in den oberen Ecken vier und unten in der Mitte einer der eisernen Pfeile die überwiegend aus den Ecken schauten. Kam ein Fuss, wurde er von den Vier Eck-Pfeilen in die Mitte geleitet und durchbohrt, versuchte man den fuss hochzuziehen wurde es eine einzige Metzgerei.
• Und schliesslich die „Tür-Falle“, zog man die Tür auf so flog ein hölzernes Kreuz, mit Eisenzacken direkt in Brust, Bauch und Schultern des Hereintretenden.
Eine Frage bleibt übrig, woher hatten die Guerilla-Kämpfer Bomben und Minen? Es gab nämlich nicht nur Soldaten der Regierung, sondern auch Dörfler, die für ihr Dorf und für ihre Überzeugung kämpften. Die Antwort ist: Sie sammelten die Blindgänger und Mienen ein.
Als wir nach Hause gingen, wusste ich eines: Ich wäre keine der beiden Seiten gerne gewesen und bin froh, noch nie Krieg erlebt zu haben.

ICH VERMISSE EUCH!

Little Buddha


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Halong Bucht

Die Halong Bucht ist eine grosse Bucht mit mehreren tausend Inseln, wohlverstanden kleine Vulkanberge.
Wir waren auf einer Dschunke, als erstes assen wir darauf ein Fünf-Gang Menü, dann fuhren wir los. Wir fuhren an Inseln, Booten und schwimmenden Häusern vorbei zu einer Muschelzucht, wo wir baden konnten. Das Wasser war warm, aber nicht warm genug für Jil, sie ging nicht baden. Eine Stunden später besichtigten wir eine Höhle, was mich allerdings langweilte, denn in Afrika sahen wir viel spektakulärere Höhlen als diese und darum ging ich zum Schiff zurück. Nur das war nirgends! Ich bat einen Matrosen von einem Schiff, das ich kurz auf sein Schiff durfte, um nach meinem Schiff Ausschau halten zu können. Mein Schiff stand in der zweithintersten Reihe, als ich dies dann herausgefunden hatte, war es Zeit zum Gehen, denn die Anderen waren von den Höhlen zurück. Ich zeigte ihnen den Weg.
Dann fuhren wir zu einer Bucht, wo noch keiner war. Das änderte sich allerdings schnell. Innerhalb von zwei Stunden war die Bucht von zweihundert Dschunken bespickt. Wir hatten die blödesten Kabinen, direkt neben dem Motor. Es stank höllisch und davon abgesehen, der Lärm. Ganz schön angenehm! Nach der schrecklichen Nacht fuhren wir zurück, als wir zwischen zwei Steininseln hindurch fuhren, erinnerte mich dies an eine Szene aus dem Film „Indochine“. Als wir dann am Pier anlegten, stiegen wir aus, um ein Taxi nach Hanoi in unser Hotel. Am nächsten Tag flogen wir nach Luang Prabang in Laos.
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Euer Eric
Vermis euch ali mega

Freitag, 11. April 2008

Phnom Penh – Killing Fields (Kambodscha)

Als wir nach Phnom Penh reisten, hat uns Salome einen kleinen Einblick in die kambodschanische Geschichte vermittelt. Kambodscha hat in jüngster Vergangenheit einen langen Leidensweg hinter sich: Die französische Kolonialzeit (Protektorat der Franzosen ab 1863), die japanische Besetzung von 1941-1945, die kambodschanische Unabhängigkeit 1954, ab 1960 Regierungszeit von Prinz Norodom Shianouk, 1968 der Beginn des Guerilla-Krieges der Roten Khmer, die amerikanische Angriffe im Zuge des Vietnam Kriegs ab 1968, 1970 Sturz von Prinz Shianouk durch General Lon Noi (Militärherrschaft), die Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1978 und schliesslich die Besetzung durch Vietnam von 1979 bis 1989. Erst 1991 unterzeichneten die Konfliktparteien ein Friedensabkommen. Kambodscha führt 1993 unabhängige Parlamentswahlen durch und Kambodscha befindet sich seither auf dem - wenn auch langsamen - Weg zur Demokratie.
Die Roten Khmer waren Kambodschaner, die dem Kommunismus zugetan waren. Sie versuchten ihr eigenes Land neu und kommunistisch zu formieren, indem sie es in einen Agrarstaat zurückverwandeln wollten. Zu diesem Zwecke mordeten sie brutal, vor allem die intellektuelle Elite. Sie gingen beispielsweise in höhere Schulen und fragten, wer etwas über Landwirtschaft lernen wolle. Diejenigen, die sich meldeten, wurden herausgeführt und erschossen. Es wird geschätzt, dass sie während ihrer Schreckensherrschaft rund 3 Millionen Kambodschaner, selbst aus ihren eigenen Reihen, ermordet haben.
Wir fuhren in einem Tuk-tuk zu einer Hinrichtungsstätte der Roten Khmer, dem „Killing Field“ Choeung Ek, ca. 20km von Phnom Penh entfernt. Dort angekommen, wies uns eine Tafel darauf hin, eine Gedenkminute für all die unschuldigen Opfer einzulegen. Stumm und betroffen standen wir vor einem zehn Meter hohen Grabmal, in welchem tausende von echten Schädeln aufgeschichtet lagen, allesamt von den Massengräbern dieses Killing Fields. Einige der Schädel wiesen deutliche Folterspuren auf: Einschusslöcher, Säbelhiebe, zertrümmerte Schädel! Es war schockierend und bedrückend zu wissen, dass solche Grausamkeiten vor noch nicht langer Zeit Wirklichkeit gewesen sind.
Unser Rundgang durch die Killing Fields führte uns vorbei an der Stelle, wo der Bus die zu Tode Geweihten ablud. Mit verbundenen Augen wurden die Gefangenen zu einem Baum geführt, wo man sie hinstellte, Musik laut aufdrehte, damit die Schreie nicht gehört würden und sie anschliessend feige erschoss. Wir kamen zu den Gräbern, die fein säuberlich aufgeteilt waren in Kinder-, Frauen- und Männermassengräber. Zerfetzte Kleidungsstücke und Knochen lagen überall herum. Ein paar streunende Hunde buddelten in einem Massengrab – so glaubten wir - nach weiteren Knochen.
Was uns ebenfalls schockierte, war die Tatsache, dass es kein Kriegstribunal gegeben hatte, um die brutalen Roten Khmer zur Verantwortung zu ziehen und dem Volk zu ermöglichen, ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen. Der regierende König hatte damals im Sinne der bereits sehr wackeligen Friedensgespräche darauf bestanden, für alle eine Amnestie auszusprechen, zu sehr waren verschiedenste politische Gruppierungen und Länder in die Machenschaften der Roten Khmers verstrickt.
Uns allen ging diese Besichtigung sehr tief unter die Haut – es ist etwas komplett anderes, etwas in Geschichtsbüchern oder Zeitungen zu lesen, oder aber es direkt vor Ort zu sehen.

Eure Bummeltruppe



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Donnerstag, 3. April 2008

Floating Village (Siem Reap)

Alle in Siem Reap schwärmen von ihrem Floating Village, also gingen wir dieses besuchen. Floating Village ist tatsächlich ein schwimmendes Dorf. Dieses Dorf wurde von den Vietnamesen gegründet, da die Kambodschaner ihnen kein Land zur Verfügung stellten. Sie haben an alles gedacht: Vom schwimmenden Restaurant, bis zur schwimmenden Turnhalle gibt es dort, glaube ich, alles. Im Restaurant gab es nur eine Köchin, dafür ca. 10 Helfer☺.
Mit dem Restaurant verbunden, war ein Souvenirshop. Es hatte Taschen, Fächer, Tiere usw.
Es standen auch viele Kinder herum, einige mit Schlangen, um sich fotografieren zu lassen. Für jedes Foto wollten sie: „One Dollar, please One Dollar.“
Was mich dort am meisten berührt hat, war ein kleiner Junge. Er sass wie das Mädchen, das ihr unten auf den Fotos seht, in einem Eimer. Das arme Kerlchen hatte jedoch nur noch einen Arm. Auf mich wirkte er hilflos und alleine. In der Schweiz würde alles für dieses Kind gemacht werden, doch hier war es ganz auf sich selbst gestellt.

In der Schule hatte ich den Eindruck, diesen Kindern geht es gut. In dieser Klasse hatte es ca. 20 Kinder, zwischen 10 und 14 Jahren.
Es war so heiss in diesem Zimmer, mindestens 35°C. Bei solchen Temperaturen hätten wir schon längst hitzefrei (Gott sei Dank).
Die Kinder dort schienen sehr glücklich zu sein, doch ich möchte trotzdem nicht mit ihnen tauschen. Viele dieser Schulkinder müssen nämlich nachmittags Geld verdienen, oder sonst im Hause arbeiten.
Irgendwie taten mir diese Kinder leid.
Eure Jil


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Dies ist die Schule:
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Die Bettel-Mönche in Siem Reap

An unserem dritten Tag standen wir um 4°°Uhr auf, um den Mönchen beim Beten zuzuschauen. Immer noch schlaftrunken, machten wir uns auf den Weg zum Kloster. Dort wurden wir von einem, schon etwas älteren Mönch empfangen. Er begleitete uns ins Kloster und wies uns an, uns auf zwei Strohmatten zu setzen.
Der Älteste, der vier anwesenden Mönchen zündete Kerzen an und begann zu singen. Sei tiefer Gesang erfüllte den ganzen Raum.
Als er die letzten Kerzen wieder ausblies, meditierten wir mit ihm. Wir falteten unsere Hände im Schoss und schlossen unsere Augen. Wir konzentrierten uns auf Nirwana. Als alle Augen wieder offen waren, fragte uns der Mönch, was wir sahen. Sarah (die wir mit ihrer Familie wieder für zwei Tage getroffen haben) und ich waren die einzigen, die sich meldeten. Sarah sagte, sie habe Wolken gesehen. Diese ganze Sache war für mich seltsam, da auch ich Wolken gesehen habe. Ich stand mitten in einem Wolkenbett und alles war so hell. Das habe ich dem Mönchen auch gesagt, er meinte dann, ich sei dem Buddhismus nahe. Das verwirrte mich nur noch mehr, denn ich fühle mich keiner Religion sehr nahe.
Immer noch etwas verwirrt, ging ich mit den Andern vor dem Kloster frühstücken.
Grüsschen und Küsschen Jil

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Dienstag, 1. April 2008

Angkor Thom, Ta Prohm und Angkor Wat

Nach Bangkok war unsere erste Station Siem Reap in Kambodscha. Dort befinden sich die Tempelanlagen aus der Angkor Zeit.

Angkor Thom bedeutet soviel wie „grosse Hauptstadt“, innerhalb dieser Stadt wohnten über eine Million Menschen, nämlich: der Königshof, die Priesterschaft sowie hohe Beamten, Soldaten und Bürokraten. Das einfache Volk lebt ausserhalb der Stadt. Angkor Thom war eine befestigte Stadt, denn sie hatte einen Wassergraben, voll mit Krokodilen, eine ziemlich dicke Befestigungsmauer und grosse Tore. Doch das Spezielle an Angkor Thom war der Tempel, denn er war sowohl Brahma, Vishnu und Shiva (Hindu-Götter), alls auch Buddha und Naga (buddhistischer Schlangengott) geweiht. Denn eigentlich waren die Hindus (indischer Glaube) zuerst in Kambodscha angelangt, und erst mit der Zeit kamen die Buddhisten nach Kambodscha. Der Tempel von Angkor Thom sollte also ein Symbol des Friedens zwischen Hindus und Buddhisten sein.
Unsere nächste Besichtigung war Ta Prohm, eine Universität, die heute von Bäumen und Wurzeln umschlungen ist (man kann sich vorstellen wie die Tempel zur Zeit ihrer Wiederentdeckung ausgesehen haben). Die Kambodschaner sind sehr stolz, eine kambodschanische „Mona Lisa“ zu haben. Doch was ich sah, war weitaus schöner als die flotte Lisa! Es war eine heilige Frauenskulptur, halbverborgen zwischen zwei Wurzeln, bloss ihr Gesicht kommt zum Vorschein und sie hat ein mystisches Lächeln. Wunderschön!
Zum Schluss sahen wir uns Angkor Wat an. Angkor Wat ist eine Tempelanlage, die Vishnu geweiht und damit ursprünglich hinduistisch war und trug daher den Namen „Vrah Vishnuloka“, das soviel bedeutet wie „heiliger Wohnsitz von Vishnu“. Als dann der Buddhismus kam, wurde aus „Vrah Vishnuloka“ Angkor Wat, was „grosses Kloster“ bedeutet. Doch obwohl Angkor Wat Vishnu geweiht war, beachtete der König, der die Tempelanlage erbaute, auch die anderen zwei Hauptgötter der Hindus, also liess er drei Türme in Angkor Wat bauen: zwei Kleine und einen Grossen. Die beiden kleinen waren Brahma und Shiva geweiht und der grosse Vishnu.
Ich war ein wenig enttäuscht von Angkor Wat, hatte ich mir doch die Tempelanlage viel prachtvoller (ähnlich dem Modell in Bangkok) vorgestellt. Die beiden anderen Tempel überstiegen dafür meine Erwartungen bei weitem.

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Das ist die Mona Lisa von Kambotscha
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Der Grand Palace von Bangkok

Meine Mutter sah furchtbar aus in dem „Hemd“, das sie tragen musste, damit sie in den Tempel gelassen wurde, sonst würde sie Buddha beleidigen und ihm nicht genügend Respekt erweisen. Nun liefen wir Richtung obere Terrasse, einer Terrasse, die vier Monumente, 2 Dämonenwächter und ein Smaragden--Buddha trägt. Zuerst schauten wir uns die Dämonenwächter an: Dämonenwächter waren „furchterregende“ Holzfiguren, die dazu dienten, böse Geister und Energien von dem Bewachten fernzuhalten. Nun gingen wir zum ersten der vier Monumente, einem Reliquienschrein nach srilankischem Baustil, der, der Legende nach, die Knochen Buddhas beherbergt und nur aus Goldblättchen sein soll. Das zweite Monument war eine Stupa in thailändischem Baustil. Die Stupa bewahrte die heiligen buddhistischen Palmblattschriften (so etwas wie bei uns eine Bibel). Das dritte Monument war ein Miniaturmodell von Angkor Wat, das meiner Meinung nach schöner ist, als das Original. Das letzte Monument ist ein Kloster, dessen Dach in kambodschanischem Baustil und das Haus in thailändischem Stil gebaut sind. Das Kloster hat keine Mönchszellen, stattdessen bewohnt der Smaragd-Buddha das Kloster.
Eigentlich besteht der Smaragd-Buddha gar nicht aus Smaragden, aber dafür muss ich Euch die ganze Geschichte er-„schreiben“, die zu diesem Namen führt: Bei seiner Entdeckung 1434 in einer Stupa in Chiang Rai hielt man die Statue zuerst für einen normalen Buddha aus Gips. Später bemerkte der Abt, der die Statue entdeckt hat, dass der Gips von der Nase abbröckelte und die Statue im Innern aus grünem Stein war. Der Abt hielt es anfangs für einen grünen Smaragd, daher der Name. Doch in Wahrheit besteht der Buddha aus Jade.
Nun lief unsere Führerin zu den Bildergalerien, die, die Legende vom Krieg zwischen König Rama und Ravana aufzeigten. Der Krieg entstand, weil Ravana (Dämonenkönig) Ramas (Menschenkönig) Frau Sita entführt hatte (ähnlich wie im trojanischen Krieg – immer diese Kämpfe der Weiber wegen...!). Die Legende endet damit, dass Ravana sein Leben verliert und Rama, unterstützt von seiner Affentruppe, seine Frau zurückbekommt (happy end!).

Doch ich weiss jetzt etwas, ich werde noch in diesem Leben Buddhist, vielleicht sogar ein Mönch!

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Das ist der Affenkönig der Ravana tötet
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Das ist Ravana
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Der Mann auf der Kutsche ist Rama
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Das ist der "SmaragdBuddha" leider konnten wir keine gute Fotos machen da man bloss von aussen fotographieren durfte
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Meine Mutter sieht doch furchtbar aus!

Der erste Tag in Bangkok

Von Sydney aus flogen wir neun Stunden nach Bangkok.

Nach dem sich Salome in unserem Führer schlau gemacht hatte, führte sie uns zu einem riesigen Markt, den so genannten GG Market. Dort hatte es alles. Von riesigen Statuen, zu Musikinstrumenten, zu Klamotten, bis hin zu den verschiedensten Tieren.
Das Einzige, das wir länger anschauten waren die Tiere. Es hatte Hunde und deren Welpen. Es gab auch Papageien, Eichhörnchen, Fische, Hähne, usw. Die einzigen Fische, die mich faszinierten, waren die Kampffische. Ich wusste gar nicht, dass diese existieren. Das sind schwarze Fische, die gegen einander kämpfen bis einer tot ist.
Da gab es auch Kampfhähne. Normalerweise haben diese Rasierklingen an den Füssen angemacht. Da reicht ein *Kick* in die Kehle und der andere stirb. Aber die am Markt hatten das glücklicherweise nicht. Sie pickten vergeblich auf einander ein. Als wir den Markt verliessen, sahen wir einen ganzen Stand voll mit grillierten Heuschrecken, Maden und anderen Insekten.
Ich dachte endlich kommt Caspar zu seinen lang ersehnten grillierten Heuschrecken in Honig getaucht. Von denen er schon die ganze Reise schwärmt. Doch im entscheidenden Moment wollte er doch nicht.
Später am Abend liessen wir uns alle massieren. Es war eine traditionelle Thaimassage. Wir bekamen ein Pyjama zu anziehen. Die Kraft, mit der wir massiert wurden, war einfach herrlich. Nach dieser Massage fühlte ich mich ganz anders. Es war ein sehr schöner Tag mit viel Abwechslung.
Liebe Grüsse Jil <3<3<3

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Diese hier, sind die Kampffische:
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Kampfhähne:
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Sydney Opera House

Wir flogen von Neuseeland nach Sydney. Dort besuchten wir das Opernhaus, ein schönes, riesiges Gebäude, das im Jahre 1959 gebaut wurde und zwar von J¢rn Utzon, einem dänischen Architekten. J¢rn Utzon hatte mit dem Sydney Opera House eine bannbrechende Konstruktion vorgeschlagen, in dem er versuchte, aufgestellte „Segel“ zu bauen, die keine Säulen haben und damit den Theater- bzw. Opernbesuchern nicht die Sicht versperren konnten. Allerdings war zu dieser Zeit diese Konstruktion nahezu unlösbar. Erst in einem Geistesblitz schlug er vor, eine Halbkugel auseinander zu nehmen und Teile davon, als aufgestellte Segel zu verwenden. Doch als das Gebäude statt sechs Jahre, vierzehn Jahre bis zur Fertigstellung dauern sollte, und man dafür USD 50 Millionen anstatt USD 3,5 Millionen bezahlen sollte, hat man ihm gesagt, entweder er müsse gehen oder er darf als Berater des Projektes bleiben. Er entschied sich zu gehen. J¢rn Utzon hat sein Werk bis heute nie fertig gesehen. Im Jahre 2003 wurde J¢rn Utzon der „Pritzker Architecture Prize“ für das Sydney Opera House verliehen – der weltweit renommierteste Preis im Bereich der Architektur!

Mich erinnerte das Opernhaus an das Götheanum von innen. Denn statt Knöpfe im Ohr brauchen sie Glasringe, die sie von der Decke hinunter lassen, damit die SängerIn sich selber hören. Zuerst zeigten sie uns bei der Führung den Theaterbereich, dort probierten wir aus, ob es ein Echo gäbe: Nichts, schweigende Stille. Dann erzählte er uns, wer schon alles von den berühmten Personen dort war. Mein Liebling war „Bugs Bunny“!
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Hyde Park Barracks Museum
Die Engländer brachten ihre Gefangenen auf die Insel Australien, weil sie diese in England nicht mehr haben wollten. Weshalb man beispielsweise ins Gefängnis kam:
Eifersucht 8 Jahre!
Mord 7 Jahre!
Fahrlässigkeit 3 Jahre!
Kartoffeln stehlen 4 Jahre!
Stehlen 8 Jahre!
Krankheit vortäuschen 36 Peitschenhiebe!
Widersprechen 50 Peitschenhiebe!
Fluchen 25 Peitschenhiebe!
Arbeit verweigern 70 Peitschenhiebe!
Ehebruch Todesstrafe!
Wer wegrannte, musste drei Jahre Eisenkugeln tragen oder ist schlicht einfach verhungert!
Auf diesem Schiff, dem sog. Hulk, sind einige gestorben und diejenigen, die nicht gestorben sind, wurden angekettet. Sydney wurde von freigelassenen Verbrechern gegründet.
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Euer Eric

Sky Jump vom Sky Tower

Der „Sky Jump“ und der „Sky Walk“ waren das grosse Ereignis von Auckland (Neuseeland), und überall konnte man Prospekte davon finden. Auch Eric und ich fanden welche, und sobald wir sie durchgesehen hatten, begannen wir davon zu schwärmen, wie es wäre, den Sky Walk auf einem 1m breiten Absatz 360 Grad um den Sky Tower zu laufen und dabei 192m in die Tiefe zu schauen. Oder wie es wäre den „Sky Jump“ zu springen, 16 Sek. lang in der Luft, während 11 Sekunden lang ein Tempo von 78 km/h zu spüren und die Höhe von 192m im fast freien Fall zu überwinden. Doch nie hätten wir uns erträumt, dass wir eines davon tun würden...

Am späten Morgen assen wir gemütlich unser Frühstück, und als wir beinahe fertig waren, gesellten sich Salome und Philipp zu uns. Philipp’s Begrüssung lautete: „Entweder ihr macht es oder nicht!“ „Was denn?“ fragte ich. „Wir springen den Sky-Jump,“ sagte Salome. Uns fielen die Kinnladen herunter, denn das hätten wir am wenigsten erwartet. Wir einigten uns auf die Reihenfolge, Eric sollte zuerst springen, dann Salome, anschliessend ich, dann Jil und schliesslich Philipp. Ausserdem hätten wir jetzt zwei Stunden Zeit, um uns psychisch und physisch darauf vorzubereiten.

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Sky Jump – Eric
Als Salome und Philipp uns fragten, ob wir „ja“ sagen, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Aber als sie dann sagten, dass wir den „Sky Jump“ machen werden, haute es mich fast aus den Socken! Denn ich hatte schon davon erzählt, dass ich es gerne machen würde. Ich hatte mir selbst ins Fleisch geschnitten und es tat weh, denn ich sprang als erster. Als wir oben waren und ich mich verabschieden musste, hatte ich seit langem das Gefühl, der Situation alleine ausgeliefert zu sein. Ich trat ins Zimmer, in dem ein dicker Draht war, an dem wir gesichert werden, bevor wir springen. Ich trat auf die Plattform und schaute runter, ich lehnte nach vorne, er zählte „three, two, one, zero, go“. Dann liess ich los! Ich sauste fünf Meter hinunter, dann machte es einen Zwischenhalt: Jemand machte ein Photo und dann ging es abwärts. Ich fühlte mich frei von allen Sorgen und vom Blogschreiben. Doch als ich unten ankam, dauerte es 5 Minuten und Salome landete neben mir. Das dritte, was sie sagte: „Das wird ein guter Blogaufsatz!“ Dann ging es eine Viertelstunde und alle waren unten. Die Sky-Jump-Gesellschaft hatte nicht so viel Andrang, so liessen sie uns noch einmal umsonst springen!

Euer Eric
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Sky Jump – Salome
Der Abschluss von Neuseeland musste etwas besonderes sein, soviel wussten Philipp und ich. Die Neuseeländer lieben den Kitzel mit dem Adrenalin – Bungy Jumping, River Rafting, Abseiling, Swim with the Sharks, Paragliding und vieles mehr wird angeboten. Und nachdem uns Caspar und Eric ständig in den Ohren gelegen haben, dass sie unbedingt vom Sky Tower springen wollten und auch würden, liessen Philipp und ich diese Gelegenheit zur Mutprobe nicht aus. Ich selbst habe schreckliche Höhenangst und das letzte, was ich mir vorstellen konnte, war von einem Turm zu springen. Doch Philipp sieht dies anders: mitgegangen, mitgefangen und im Seil gehangen.
Auf dem Weg zum Empfang überlegte ich mir immer die Statistiken: Eigentlich konnte es ja gar nicht gefährlich sein, denn sonst hätten sie ja längst dieses Angebot eingestellt. Anderseits kamen mir plötzlich Geschichten in den Sinn, wo menschliches Versagen zu Todesfällen geführt hatte. Wir erhielten unser Outfit – schick sahen wir aus in unserem Mondlandeoverall – windschnittig. Im Lift überkam mich ein mulmiges Gefühl, diese 192m waren doch sehr hoch, und es half auch nichts, dass man vom Lift teilweise einen Blick auf die Wolkenkratzer erhaschen konnte. Oben angekommen ging alles sehr professionell vor sich. Eric war der Erste. Er wurde gesichert, angeseilt und ausgefragt, schon stand er auf der Plattform. Ich machte mir Vorwürfe, was, wenn jetzt etwas passierte, was, wenn just in diesem Fall etwas schief lief. Ich mochte es mir gar nicht ausmalen. Ich sah ihn ganz vorne an der Plattform stehen und - er sprang. Mir stockte der Atem. Das Drahtseil neben mir ratterte los, immer schneller und schneller, was wenn es nicht bremste!?! Plötzlich verlangsamte es und stoppte ganz. Gott-sei-Dank!
Jetzt war die Reihe an mir. Mit einem halben Liter weniger Flüssigkeit, aber noch immer gleich schwer, wagte ich mich auf die Plattform. Der nette junge Mann (war er nicht etwas zu jung für diesen verantwortungsvollen Job???) fragte mich aus, und erklärte mir das Vorgehen. Ich nickte und lächelte und nickte (was blieb anderes übrig?). Dann war ich auf der Plattform ganz vorne, halb hingekrochen, mit sehr weichen Knien. Er riet mir, nicht hinunterzuschauen, aber auf dieses Gefühl wollte ich nun doch nicht verzichten. Schliesslich hatten wir ja dafür bezahlt und auch wenn es das letzte in meinem Leben sein sollte, so wollte ich nun endlich an einer Kante stehen und in die Tiefe blicken und den Wind spüren. Die Angst überkam mich. Er zählte von drei rückwärts auf null. Ich konnte einfach nicht loslassen, zudem wollte ich selbst innerlich bereit sein, in die Tiefe zu springen. Ich liess mich los, liess mich einfach in die Seile fallen – und gleich danach bremste es mich wieder. Was, was war passiert? Hatte sich das Seil etwa verheddert? Sie riefen mir etwas zu, ich hörte nicht richtig, dann nochmals: „Look up and smile for the photo!“ Ach ja, ich hatte es in meiner Angst ganz vergessen, er hatte mir ja gesagt, dass es zwischendrin einen Zwischenhalt gäbe. Schon ging es weiter in die Tiefe, die Häuser sausten vorbei und der Boden kam immer näher, dort wo der grosse, weisse Punkt war, sollte ich landen. Schon wurde ich abgebremst und war mit weichen Knien gelandet. Eric und der Helfer gratulierten mir. Ich hatte noch immer sehr zittrige Knie, aber lachte und war auch stolz auf mich wie übrigens auf uns alle – denn ein Sprung vom Turm war mir bisher nur in Albträumen vorgekommen und nun war er Realität geworden und - hat mir sogar ein ganz klein bisschen Spass gemacht.

Eure Salome
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Sky Jump – Caspar
Ich ass gemütlich mein Müsli, als Salome und Philipp sich zu uns gesellten und uns mitteilten, wir würden heute den Sky Jump machen: Mir ging glatt die Puste aus! Anschliessend überkam mich eine Mischung aus Angst und Freude. Angst, aus blossem Gedanken an das Springen; Freude, weil ich mir das ja eigentlich gewünscht hatte.
Zwei Stunden später, während derer ich mich mental auf den Sprung vorbereiten konnte, fuhren wir mit dem Glaslift die 192m hoch: Uuii, war das hoch! Als wir oben ankamen, dachte ich, ich würde hier niemals runterspringen. Und als ich Eric, der erste Sprungkandidat auf der Plattform sah, dachte ich, er würde zurückgehen, doch er sprang – Jil entwich ein Schrei! Und ich überlegte mir, ob ich den Mumm hätte zu springen. Nach scheinbar einer Ewigkeit war die Reihe an mir! Die Crew hatte Geschick darin, mich zu beruhigen. Durch die Glaskabine sah ich ein älteres Ehepaar, das mir die Daumen drückte. Da bekam ich ein bisschen mehr Mut! Nachdem die Crew mein Gewändchen doppelt gesichert und überprüft hatte, hiess es raus auf die Plattform. Das allererste, was ich tat, war hinunterzuschauen: Ein grosser Fehler! Langsam wich ich zurück in die Mitte der Plattform. Irgendwann, nach einer zweiten Ewigkeit, sagte der Crew-Mann, der mich begleitete: „Ich zähle jetzt rückwärts von drei: drei, zwei, eins, spring!“ Doch meine Hände waren wie Karabiner, die klemmten. Erst bei minus eineinhalb, liess ich los und sprang... doch nach ungefähr 5 Metern hielt ich an, der Crewman stand mit einer Kamera und sagte: „Cheese!“ Danach ging es weiter in die Tiefe. Vor Angst schossen meine Hände auf den Karabiner, der mich hielt. Schliesslich wurde mein Fall abgebremst und als ich unten ankam, fiel ich auf die Knie (absichtlich und unabsichtlich) und begrüsste festen Boden und Mutter-Erde.
Anschliessend fragte uns die Crew, ob wir alle nochmals springen wollten. Diesmal hatte ich nicht mehr so viel Schiss und genoss den Flug. Doch ich weiss jetzt: DAS war das tollste Erlebnis auf der ganzen Südsee-Reise!

Little Buddha

PS: Ich hoffe, Salome hat jetzt keine Höhenangst mehr!
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Sky Jump - Jil

Als Philipp und Salome uns am Morgen von ihrer Idee erzählten, konnte ich das Ganze nicht glauben. Sie sprachen aber so ernst, dass ich keine andere Wahl hatte. Ich war schon bevor wir losgingen total zitterig. Als wir schliesslich unten am Turm standen, glaubte ich nicht, dass ich mich trauen würde. Wir alle hatten unsere Gestältchen, an denen wir später gesichert wurden, schon an, da wurde uns ein Film gezeigt, wo sie von Turm sprangen. Ich dachte, dass kann ja nicht so schwer sein. Auf dem Lift nach oben sah die ganze Sache schon wieder anders aus. Ich hatte ein Kribbeln im ganzen Körper. Ich hatte Angst. Von da an ging alles ganz schnell. Es war wie ein Film. Wir alle standen schon oben auf dem Turm. Eric wurde gesichert und sprang runter. Mir entwich ein kurzer Schrei. Plötzlich war Eric weg. Ich stand da, wusste nicht wie es ihm geht, wusste nicht wo er war, doch ich befürchtete nicht, dass er tot sei. Als der Draht, an dem wir angemacht wurden wieder oben war wusste ich es geht ihm gut. Als nächst sing Salome. Dann Caspar. Als Caspar gesichert wurde, spürte ich wie mein Herz sich zusammen zog. Ich wusste: als nächstes bin ich dran!!! Es war wie eine eiserne Hand, die mein Herz umgriff und zudrückte. Als der Draht wieder oben war, musste ich auf die Plattform stehen und mich sichern lassen. Ich hatte Angst, wollte zurück, doch ich ging tapfer vorwärts. Ich stand schon an der Kante, vor mir war nichts mehr, ausser dem tiefen Abgrund. Ich schaute runter, sofort schnürte sich die eiserne Hand enger um mein Herz.
Es war nur noch meine eigene Kraft, die mich auf der Plattform hielt. Der Sicherungsmann zählte von drei rückwärts. Als er schon lange bei Null war, sprang ich noch immer nicht. Ich musste nicht einmal springen, loslassen hätte gereicht. Doch meine Hände hielten sich so krampfhaft fest, wie die um mein Herz. Es brauchte so viel Kraft um loszulassen. Doch plötzlich ging es und ich stürzte in die Tiefe. Als die Maschine mitten in der Luft kurz anhielt, war ich beruhigt, denn ich wusste die Maschine kann mich halten. Unten angekommen war ich total aufgelöst. Die ganze Last die ich noch 12 Sekunden zuvor trug, ist abgefallen. Ich zitterte und spürte Tränen in den Augen. Ich musste mich hin setzen, ich war zu schwach um zu stehen.
Als Philipp unten ankam, wurden wir gefragt, ob wir nochmals springen wollen. Wir alle antworteten sofort mit *JA*. Das zweite Mal war ganz anders. Diesmal ging ich als Zweite. Das loslasse war nochmals schwierig, doch es ging alles viel schneller. Unten angekommen, war das zittern nicht mehr da.
Ich war so unendlich stolz, dass wir es alle geschafft haben! Ganz besonders auf Salome mit ihrer Höhenangst.
Seid lieb umarmt Eure Jil
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Sky Jump – Philipp
Auckland war für mich eher langweilig und ich denke für die Kinder auch. Sie wollten nur auf diesen Turm und wir wollten ihnen noch etwas Heisses bieten und so sind Salome und ich auf die Idee gekommen, als Abschluss von Neuseeland von diesem Turm zu springen. Wir erzählten den Kindern am Morgen von unserem Vorhaben und alle haben spontan „ja“ gesagt. Ich glaube, sie waren sich nicht bewusst, auf was sie sich eingelassen haben. Doch dies hat sich schnell geändert. Wir reservierten auf 14.00 Uhr, demnach waren es noch drei Stunden bis zum Absprung. Die Kinder machten sich gegenseitig Mut mit Zusprüchen, und ich habe diese Aufmunterungen jeweils gekontert. Doch all meine Bemühungen, den Kindern Respekt einzuflössen, haben nicht gefruchtet. Um 15.00 Uhr stand Eric als Erster auf der Plattform. Ich habe mich gefragt, wird er wohl springen. Viele Szenarien sind mir durch den Kopf gegangen, doch dass er ohne mit der Wimper zu zucken springen würde, nie. Ich war unendlich stolz auf Eric, zumal er ja auch der erste Springende war. Es folgten Salome, Caspar und Jil, bei allen sah ich etwas Ängstliches, als sie auf die Plattform stiegen. Und alle hatten sie ihre Ängste überwunden und sich in die Tiefe gestürzt.
Jetzt war ich mutterseelenallein und ich musste auf die Plattform. Als ich vorne ankam und hinunterschaute, dachte ich: „Scheisse, die sind da runtergesprungen!“ Von jetzt an ging alles sehr schnell: Anbinden, Kontrollieren, von drei Abwärtszählen und GO! Ich sprang, ohne viel zu überlegen, denn sonst wäre ich vielleicht nicht gesprungen. Der Flug war mega, doch beim zweiten Mal habe ich ihn doch mehr genossen. Ich war mega stolz auf uns alle.
Euer Philipp
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Mittwoch, 12. März 2008

Sand-Surfing!

Ich schaute runter und dachte nach, ob ich auf dem sicheren Hintern oder auf dem Bauch (was mir alle Leute weit, weit unten zuriefen), hinunter rutschen sollte. Wir hatten zwei Sand-Surf-Borde (normale Bauch-Surf-Bords) gemietet, und beim Anfängerhügel war es mir nicht schwer gefallen, auf dem Bauch hinunter zu rutschen. Doch hier auf dem Profihügel war das ganz anders. Schliesslich entschied ich mich für den Hintern, hockte auf das Bord und rutschte hinunter. Salome war beim Hinuntersausen vorhin die Kappe abgefallen und genau das passierte jetzt auch mir. Ich kümmerte mich nicht darum, sondern war ganz darauf fixiert, Salomes Kappe während des Fahrens aufzugabeln, doch weil ich die Füsse vorne hatte und mit ihnen bremste, wurde die Menge Sand in meinen Augen zu gross und ich schloss die Augen; trotzdem wusste ich ungefähr, wo die Kappe war, hob den Arm und...
... griff daneben. Schliesslich machte das Bord eine ungeahnte Kurve und ich überschlug mich. „Caspi,“ sagte Salome, nachdem ich mir den Sand aus den Augen gerieben hatte und aufgestanden war, „Du musst auf dem Bauch runter rutschen; das macht viel mehr Spass!“ „Schade,“ dachte ich, „die Kappe hätte ich gerne erwischt.“ Die Kappe lag schon seit längerem dort und es war das Ziel von allen geworden, sie während dem Fahren aufzuheben und zurückzubringen.
Ich stieg den weiten Weg also nochmals hinauf und diesmal kam Salome mit. Als wir oben ankamen, legte ich mich auf den Bauch, zielte auf meine Kappe, aber von dort oben sah die Welt noch einmal ganz anders aus, darum fuhr ich nur zögernd runter. Als ich ungefähr einen Viertel der Strecke langsam zurückgelegt hatte, dachte ich: „Caspar, Du kleiner Scheisser, Du ziehst jetzt Deine Füsse aus diesem Sand und hörst sofort auf zu bremsen!“ Das tat ich dann auch und mitten drin entlockte sich mir ein Freudesgequitsche! Nun zielte ich auf meine Kappe und... ....gabelte sie auf! Diesmal kippte mein Board und schleuderte mich weg, entzückt und freudestrahlend stand ich auf und rief: „Nochmals!“ Das zweite Mal verlief gleich und ich kriegte auch noch die zweite Kappe. Doch nach ein paar weiteren Abfahrten plagte uns alle der Durst und wir kehrten zurück, wo uns eine kühle Cola erwartete. Doch etwas weiss ich jetzt – das war das tollste Erlebnis auf der ganzen Südsee-Strecke!
Little Buddha vermisst Euch und lässt Euch alle grüssen! ☺

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Tasmanisches Meer und der Süd-Pazifik

Wir fuhren mit dem Auto zum nördlichsten Punkt von Neuseeland: Cape Reinga. Dort klatschen die beiden Meere zusammen: Der Süd-Pazifik und das Tasmanische Meer. Die Wellen schlugen gegeneinander, so dass es schäumte. Der Leuchtturm hinter uns und Sydney 1975km entfernt vor uns.
Wir schauten einem Felsen zu, an welchem die Wellen 360° um ihn herum an die Felswände schlugen, es war faszinierend. Dann fuhren wir an den Strand hinunter.
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Euer Eric

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